6000 zusätzliche Fahrten

MVG-Chef: "Wiesn ist immer Ausnahmezustand"

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Während des Oktoberfests ist Ausnahmezustand in München - die MVG gibt sich trotzdem zuversichtlich, dass alles gewohnt koordiniert ablaufen wird.

München - In knapp elf Tagen beginnt das größte Volksfest der Welt von Neuem: Die Wiesn. Die MVG muss dafür an ihre Leistungsgrenzen gehen, sieht sich aber gut gerüstet.

Noch elf Tage, dann heißt es endlich wieder O'zopft is'! Von da an hat das größte Volksfest der Welt die bayrische Landeshauptstadt für zwei Wochen fest im Griff und stürzt Stadt und Leute in einen Ort der Trunken - und Glückseligkeit. Über sechs Millionen Menschen besuchen jährlich das Oktoberfest, über sechs Millionen Maß Bier werden hier getrunken. Keine Frage: Wiesn-Zeit ist die Zeit der Superlative. Entsprechend hoch ist auch der Aufwand auf, diesen Mega-Event zu organisieren.

Vor allem die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bedeutet dieser Ausnahmezustand eine enorme Belastung. Das weiß auch MVG-Chef Herbert König. "Die Wiesn ist immer ein Ausnahmezustand, auch wenn man noch so viel Erfahrung und Routine bei der Abwicklung hat." Trotzdem gibt er sich er zuversichtlich. "Wir werden den Massenandrang auch heuer wieder packen und unseren Teil zu einer gelungenen Wiesn beitragen."

Sogar die Rolltreppen fahren schneller als sonst

Für dieses Ziel gibt die MVG Vollgas - im wahrsten Sinne des Wortes. 6000 zusätzliche Fahrten legen die Bahnen und Busse der MVG in den 16 Tagen zurück, circa 500 Extraschichten werden im Fahrdienst währender Wiesn-Zeit geleistet. Um angesichts der steigenden Besucheranzahl auch weiterhin eine reibungslose Abwicklung des Betriebs zu können, werden extra pro Tag bis 200 Mitarbeiter zusätzlich eingestellt - allein 60 davon sollen jeden Tag für Sicherheit am U-Bahnhof Theresienwiese sorgen. Dazu kommen auch 30 zusätzliche Reinigungskräfte, um für die nötige Sauberkeit zu sorgen. Sogar die Rolltreppen fahren um 0,18 Meter pro Sekunde schneller als sonst - anstatt 0,5 laufen sie nun 0,68 Meter pro Sekunde. Damit können in Spitzenzeiten bis zu 12.500 Personen pro Stunde befördert werden.

MVG empfiehlt Fußweg

"Ohne die MVG wäre die Wiesn bei dieser Besucherzahl nicht mehr denkbar", meint deshalb auch König. "Unsere Mannschaft wird sich auch heuer ins Zeug legen, um alle Besucher möglichst zuverlässig und sicher hin und heim zu bringen." Trotz aller Bemühungen wird es auch dieses Jahr wieder Zeiten geben, in denen so viele Festbesucher zur Theresienwiese strömen, dass die U-Bahnen an ihr Limit kommen. Deshalb empfiehlt die MVG, vom Hauptbahnhof auch mal zu Fuß zu gehen - anstatt auf die U-Bahn zur Theresienwiese zu warten.  

Weitere Informationen wie detaillierte Fahrpläne erhalten Sie im Internet und im kostenlosen Kundenmagazin "MVG Info". Sollten sich unterwegs noch Fragen ergeben, empfiehlt es sich, den MVG-Info bzw. -Servicepoint aufzusuchen. Darüber hinaus stehen an allen Tagen während des Oktoberfests sogenannte "WiesnSchaffner" an den U-Bahnhöfen Theresienwiese, Goetheplatz und Hauptbahnhof, sie verkaufen Fahrscheine und geben den Fahrgästen Auskunft. Und sollten Sie tatsächlich etwas verlieren, lohnt es sich auf jeden Fall, das MVG Fundbüro aufzusuchen - vielleicht taucht die verlorenen Handtasche oder das abhanden gekommene Handy dann doch noch auf.

Lukas Praller

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