So wird der Wiesnbesuch nicht so teuer

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Schauen kostet nichts – und es gibt noch andere Spartipps.

München - Bis zu einer Milliarde Euro geben Oktoberfest-Besucher alljährlich auf der Wiesn und in der Stadt München aus. Damit Ihr Anteil daran nicht allzu groß wird, haben wir ein paar Spartipps für Sie zusammengestellt.

Da regiert eh schon die Wirtschaftskrise – und dann erhöhen die Wiesnwirte auch noch den Bierpreis auf bis zu 8,60 Euro. Damit das Oktoberfest 2009 für seine Gäste trotzdem nicht zur Krisen-Wiesn wird, haben die Inhaber von Fahrgeschäften und Spielbuden nach eigenen Angaben weitgehend auf Preiserhöhungen verzichtet. „Wir versuchen, es im Vergleich zum Vorjahr konstant zu halten“, sagt Schausteller-Sprecherin Yvonne Heckl.

Außerhalb der traditionellen Rabatt-Zeiten an den Familientagen und zur Mittagswiesn die Preise dauerhaft zu senken, sei angesichts gestiegener Energiekosten aber nicht möglich gewesen. Schon bei gleichbleibenden Preisen würden sich die Gewinne bei Fahrgeschäften mit hohem Stromverbrauch deutlich verringern, erklärt Heckl. Dennoch gibt es einige Möglichkeiten, beim Wiesn-Besuch ein bisschen billiger wegzukommen.

Sonderpreise an den Familientagen

Zwei Nachmittage gehören auf der Wiesn traditionell den Familien. An den beiden Dienstagen, 22. und 29. September, bieten viele Fahrgeschäfte und Buden von 12 bis 18 Uhr Spiel und Spaß zu reduzierten Preisen. Etliche Imbissstände schließen sich mit vergünstigten Schmankerln und Getränken an.

Günstigere Angebote auf der Mittagswiesn

Zur Mittagszeit lässt sich zudem in beiden Wiesn-Wochen von Montag bis Freitag ein wenig sparen. Alle Fahrgeschäfte, die meisten Spiel- und Wurfbuden sowie etliche Imbiss-, Süßwaren- und Spielzeugstandl beteiligen sich an der Aktion Mittagswiesn. Dabei sind von 10 bis 15 Uhr Preisnachlässe von zehn bis 30 Prozent drin. Teilnehmende Schausteller haben ein blaues Mittagswiesn-Plakat an ihrem Stand.

Für all diejenigen, die die Wiesn lieber echt bayerisch und weniger laut und schrill genießen wollen, lohnt sich der mittägliche Besuch nicht nur wegen der günstigeren Preise. Denn zu dieser Zeit spielen die Blaskapellen noch ohne Verstärker und zudem mehr traditionelle Musik als am Abend. Außerdem können jeden Mittag die Bierkutschen vor den Zelten ihrer Brauereien bestaunt werden.

Kleine Preise für kleine Gäste

Unabhängig von bestimmten Aktionszeiten gibt es spezielle Angebote für die kleinen Wiesnbesucher. So bieten einige Zelte und Standl Kinderteller und -menüs an. Die entsprechenden Buden und zudem Fahrgeschäfte, die besonders gut für Kinder geeignet sind, finden sich in dem Flugblatt „Wiesn-Hits für Kids“, das es unter anderem bei der Wiesn-Post (Oktoberfest-Haupteingang) und der Wiesn-Bank (Esperantoplatz) gibt. Ein guter Tipp für Besucher mit kleinen Kindern ist auch das Familien-Platzl (Straße 3 Ost). Hier sind nicht nur kindertaugliche Attraktionen wie Ponyreiten und Mäusezirkus geboten, sondern auch ein Biergarten, in dem es deutlich ruhiger zugeht als auf dem Rest der Theresienwiese.

Gratis-Fahrt nach dem Museums-Besuch

Für den mittleren Wiesn-Samstag, 26. September, hat sich das Münchner Stadtmuseum am Jakobsplatz eine Oktoberfest-Aktion für Sechs- bis Zwölfjährige einfallen lassen. Von 11 bis 14 Uhr und von 15 bis 18 Uhr steht eine Führung durch die Abteilungen Puppentheater und Schaustellerei an, bei der nach alten Vorlagen das Oktoberfest im Miniaturformat nachgebaut wird. Besonderes Schmankerl: Für drei Euro dürfen die Kleinen nicht nur mitbasteln, sondern bekommen auch eine Wiesn-Fibel und einen Gutschein für ein Fahrgeschäft auf dem Oktoberfest.

Sparen mit Tradition: die eigene Brotzeit

Was traditionell in bayerischen Biergärten erlaubt ist, geht seit 2007 auch auf der Wiesn. In den Biergärten der Festhallen darf ganz offiziell auch die selbst mitgebrachte Brotzeit verzehrt werden.

Übrige Marken bloß nicht wegwerfen

Wer seine Bier- oder Hendlmarken auf der Wiesn nicht aufbraucht, hat deren Wert damit noch längst nicht verschenkt. Mit den Gutscheinen kann in den Gaststätten, die die Wiesnwirte in München oder dem Umland betreiben, in der Regel noch bis Ende Oktober bezahlt werden. In welchen Wirtschaften genau die Marken nach der Wiesn noch zum Einsatz kommen können, wird gegen Ende des Oktoberfestes veröffentlicht.

Andreas Zmniok

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