Wiesn-Wetter-Wechselbad: Wie es weitergeht

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Am Samstag kam das Wasser tagsüber zumindest nicht vom Himmel

München - Die Wiesn-Besucher erlebten am Auftaktwochenende ein Temperatur-Wechselbad. Zum Glück wird das Wetter wieder besser. Raucher-Stunk gab's nur einmal: Die Wochenendbilanz lesen Sie hier.

Erst war’s brütend heiß, dann kam die kalte Dusche: Am Auftakt-Wochenende drehte sich das Wetter-Karussell so schnell, dass es manchen Wiesn-Gästen schwindlich wurde. Laut Tourismusamt waren zum Auftakt weniger als die sonst üblichen eine Million Gäste da, der Bierkonsum lag deshalb auch niedriger bei unter einer Millionen Mass, der Umsatz beim Essen war rückläufig. „Das lag nur am Sonntag“, sagt Gabriele Papke. „Der Samstag war so gut besucht, dass wir einen Rekord bekommen hätte, wenn das Wetter gehalten hätte.“ Wechselbad zum Wiesn-Start– das Wetter beeinflusste die ganze Bilanz des ersten Wochenendes!

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Am Samstag um 5.30 Uhr warten schon dutzende Gäste an den Zelteingängen. Die Bitte der Wirte, vernünftig zu sein und erst später zu kommen, nutzt offenbar auch heuer nicht. Dabei war der Andrang verhältnismäßig gering: In vielen Zelten wie etwa dem Löwenbräu-Zelt oder der Ochsenbraterei kommen die Gäste noch um 12 Uhr problemlos rein. An diesem ersten Wiesn-Tag mit Traumtemperaturen von 27 Grad will nämlich jeder lieber ins Freie in die Biergärten. Auch weil es drinnen teils unerträglich heiß war: In den Zelten kletterte das Thermometer bis auf tropische 35 Grad. Eine Wahnsinns-Hitze – fand auch der ehemalige Ministerpräsident Edmund Stoiber: „Es ist sehr warm – aber die Stimmung ist irre“, erklärte er gegenüber der tz, als er um 13.30 Uhr das Hofbräuzelt durch den Hintereingang verließ. Auf die Frage, warum er schon geht: „Ich bin doch schon seit 12 Uhr da! Jetzt geh ich heim, mit meinem Enkelsohn spielen.“

Wegen der schwül-heißen Temperaturen und der feuchten Hitze in den Zelten musste das Bayerische Rote Kreuz (BRK) am Eröffnungstag 87 und damit besonders viele Patienten mit Herz-Kreislauf-Beschwerden behandeln. Insgesamt behandelten die 130 Sanitäter und 13 Ärzte 869 Patienten (2010: 771). 74 Wiesn-Gäste kamen mit einer Alkholvergiftung zur Sanitätswache, 81 Mal nähten die Ärzte kleinere Schnitt- und Platzwunden. Schwere Verletzungen blieben am ersten Samstag glücklicherweise aus.

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Das Thema Rauchen war fast kein Thema. Im Gegensatz zum vergangenen Probejahr rauchte wirklich fast keiner mehr heimlich im Zelt. Die neuen Raucherbalkone etwa beim Schottenhamel oder in der Fischer Vroni waren dennoch nicht überfüllt. Nur am Ausgang im Schottenhamel, wo bekanntlich besonders viele junge Gäste feiern, gab’s wieder ein wenig Stunk, weil die Schlange zum Rauch-Auslass ellenlang war.

Wer einen Schirm dabei hatte, war am Samstag doppelt sicher: Erst diente er bei vielen Besuchern dem Schutz vor Sonnenbrand, als es dann am Abend plötzlich aus Kübeln schüttete, schützte er die Tracht.

Am Montag müssen wir nochmal durchhalten und das Schmuddelwetter ertragen. Am Dienstag geht es dann wieder aufwärts – mit heiterem Herbstwetter und 16 Grad.

Die Vorhersage für die ganze Woche lesen Sie hier.

Nina Bautz, Christina Schmelzer

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