Wiesn: Behinderungen ab Donnerstag

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Stahl statt Beton: Heuer stehen am Eingang zum Oktoberfest erstmals 180 Hochsicherheitspoller, die Terrorakte verhindern sollen.

München - Bis zum Wiesn-Anstich sind es nur noch wenige Tage – doch wer mit dem Auto rund um die Theresienwiese unterwegs ist, muss bereits ab Donnerstag mit Behinderungen rechnen. Dann werden drei Sperrringe um das Gelände errichtet. Wir zeigen, wo Fahren und Parken noch erlaubt sind.

Eine Karte

des Sperrgebiets gibt es hier.

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In Sachen Verkehr gilt heuer auf der Wiesn: Was sich bewährt hat, wird beibehalten. Und weil die Stadt und die Polizei mit dem Sicherheitskonzept aus dem letzten Jahr zufrieden waren, wird es auch zur Wiesn 2011 wieder drei Sperrringe geben. Der einzige Unterschied: Der innere Ring direkt am Eingang zur Wiesn besteht nicht mehr aus provisorischen Betonpollern, sondern aus 180 Hochsicherheits- Stahlpollern, die sich teilweise im Boden versenken lassen. Im vergangenen November hatte der Stadtrat den Einbau der Poller beschlossen, um das Oktoberfest-Gelände vor Terror- und Gewaltakten zu Wiesn: Behinderungen ab Donnerstag schützen. 3,3 Millionen Euro haben sie gekostet, umgelegt werden die Kosten auf die Wiesn-Wirte, Marktkaufleute und Schausteller.

Ab Donnerstag werden die ersten Auto-Schranken um die Wiesn aufgebaut, dann verwandeln sich die umliegenden Straßen nach und nach in Sackgassen. Wenn die Wiesn startet, ist alles innerhalb des inneren Sperrrings für Fahrzeuge grundsätzlich tabu. Nur die Polizei und die Oktoberfestbeschicker dürfen durch – allerdings muss sich jeder Fahrer beim Kreisverwaltungsreferat (KVR) vorher persönlich angemeldet haben.

Die Theresienhöhe und der Bavariaring sind mit Beginn der Wiesn komplett gesperrt – sie bilden den mittleren Sperrring. Durchgelassen wird nur, wer einen Sonderausweis hat, etwa weil sein Grundstück nur über diese beiden Straßen erreichbar ist oder weil sein Gewerbe dort liegt. Besucher und Kunden werden allerdings nicht durchgelassen. Nicht einmal Lieferanten, Paketdienste und Baustellenfahrzeuge erhalten einen Sonderausweis – hier entscheidet die Polizei vor Ort, ob die Durchfahrt nötig ist. Wer es versuchen will, sollte sich laut KVR auf Kontrollen und längere Wartezeiten einstellen. Auch in diesem Bereich beginnen am Donnerstag die Aufbauarbeiten.

Der äußere Sperrring betrifft das weitere Umfeld der Theresienwiese. Er wird, wie auf der Grafik zu sehen ist, begrenzt durch die Lindwurmstraße, die Herzog- Heinrich-Straße, die Paul- Heyse-Straße, die Schwanthalerstraße, die Schießstättstraße, die Heimeranstraße, die Ganghoferstraße, die Hans-Fischer-Straße und die Poccistraße. Ein Sonderausweis ist für dieses Gebiet nicht nötig – reinfahren dürfen sogenannte berechtigte Anlieger, deren Ziel innerhalb des Sperrrings liegt.

Wenn dann die Wiesn am 17. September offiziell beginnt, entfallen sämtliche Parkplätze in den rot markierten Bereichen. Auch kurzes Halten ist dann nicht mehr gestattet. Zum Ausgleich werden laut KVR „in Straßen mit besonders hohem Parkaufkommen Ersatzparkplätze ausgewiesen“. Das Parkraummanagement bleibt in Kraft, das heißt, Anwohner mit Lizenz dürfen in den grün markierten Bereichen weiterhin parken.

Trotzdem – es wird nicht für alle reichen. Das weiß auch das KVR und bittet deshalb „alle Anwohner, auch ihren Wiesnbesuch auf die Möglichkeiten der bequemen An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinzuweisen“

Für Fragen rund um das Verkehrskonzept stehen die Mitarbeiter des KVR unter der Telefonnummer 089/233-397 89 zur Verfügung. Fragen zum Sonderausweis werden unter der Nummer 089/233-866 44 beantwortet.

ANN-KATHRIN GERKE

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