"Eine einmalige Ausnahme"

Wiesn-Schausteller campen in der Au

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Der Mariahilfplatz wird während der Wiesn zum Campingplatz.

München - Wegen des Landwirtschaftsfests kommt es heuer auf der Wiesn zu Engpässen und 40 Wohnwagen müssen umziehen. Die Schausteller bitten um Asyl in der Au.

Wenig Platz für die Wiesn-Schausteller: Wegen des Landwirtschaftsfests und des neuen Sicherheitskonzepts, das breitere Wege vorsieht, müssen 40 Wohnwagen umsiedeln. Das Referat für Arbeit und Wirtschaft wollte die Caravans in Langwied parken. Das ist den Schaustellern zu weit weg – und jetzt bitten sie um Asyl auf dem Mariahilfplatz.

Und so lief’s: Das Referat für Wirtschaft und Arbeit bot den Schaustellern darum Stellplätze in der Bergsonstraße ganz draußen in Langwied an. „Wir haben mehrere Plätze in Wiesn-Nähe geprüft, aber keinen geeigneten Standort gefunden“, erklärt Referatssprecher Wolfgang Nickl gegenüber Hallo München. „Das ist einfach zu weit draußen“, so die Sprecherin der Münchner Schausteller Yvonne Heckl. Ihr Blick fiel auf den Mariahilfplatz als Ersatzquartier. Das Referat empfahl, sich an den Bezirksausschuss (BA) vor Ort zu wenden.

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Dessen Mitglieder sind hingegen skeptisch: „Ich kann nicht ganz glauben, dass es sich um einen Notfall handelt“, so Ullrich Martini von den Grünen. Und stellt fest: „Der Stadt müsste das Problem doch schon lange bekannt sein.“

Drei Wochen lang wollen die Schausteller in der Au campen. Ein Pendelbus soll sie, ginge es nach ihnen, morgens abholen und abends zurückbringen. Das Quartier, beteuern sie, soll eine „absolute Ausnahme“ bleiben.

Mehrere BA-Mitglieder fürchten, dass sich das Problem beim nächsten Landwirtschaftsfest wiederholt. „Wir fühlen uns etwas unter Druck gesetzt, müssen aber helfen“, sagt Viertelchefin Adelheid Dietz-Will (SPD). „Allerdings nur unter der Auflage, dass das Provisorium in der Au eine einmalige Sache bleibt.“

Isabel Steffens

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