Wiesn: Poller stehen bereit

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Unter den Augen der Bavaria: Die verpackten Poller.

München - Ein weiterer Schritt in Richtung sichere Wiesn ist getan. Die Anti-Terror-Poller, die das Oktoberfest vor rollenden Bomben schützen sollen, sind jetzt auf der Theresienwiese angekommen.

In diesen Tagen werden die 180 Stahlsäulen unter den Augen der Bavaria an den Zufahrten zur Wiesn „eingepflanzt“. Dafür müssen die insgesamt 16 Wiesn-Zugänge komplett gesperrt werden. Um die Behinderungen gering zu halten, werden aber maximal drei Zufahrten gleichzeitig mit den wuchtigen Stahlsäulen bestückt. Bei Bedarf lassen sich 80 Poller im Boden versenken, sodass Schausteller und Lieferanten mit ihren Fahrzeugen auf das Gelände kommen. Die Steuerung der Anlage übernimmt die Polizei. Fußgänger müssen sich keine Sorgen machen, von aus dem Boden schießenden Pollern getroffen zu werden.

„Das Hochfahren wird durch ein Hupsignal  angekündigt“, erklärt Jürgen Marek, Sprecher des Baureferats. Auch bei Nacht ist der stählerne Sicherheitsgürtel um die Theresienwiese gut zu erkennen. Fest stehende Poller sind mit einem roten, reflektierenden Ring gekennzeichnet. Die beweglichen Exemplare tragen sogar LED-Lichter.

Sicherheitsring: So schützt die Polizei das Oktoberfest

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Die wuchtigen Anti-Terror-Poller aus Stahl sollen das Oktoberfest in Zukunft vor Bomben auf vier Rädern schützen.

Die Säulen halten einiges aus: Bei einem Test donnerte ein 7,5-Tonnen-Lastwagen mit 80 Stundenkilometern gegen einen solchen Hochsicherheitspoller. Das Ergebnis: Der LKW war schrottreif, der Anti-Terror-Poller der Firma Tescon Security noch voll funktionsfähig. Die Sicherheitsbehörden halten den Einbau der Polleranlage zum Schutz der Wiesngäste für dringend notwendig. Die Kosten von 3,3 Millionen Euro werden über drei Jahre auf Wirte, Schausteller und Marktkaufleute umgelegt. Letztlich wird der Besucher das an höheren Preisen zu spüren bekommen.

Beate Winterer

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