Der Wiesn-Bier-Test: Wie viele erkennt Schmid?

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Helmut Schmid beim Testen.

München - "Selbstbewusstes Bier", "biskuitartiger, eleganter Geschmack", "kernig im Abgang" – bei der Probe der neuen Wiesn-Biere im Bier- und Oktoberfestmuseum am Montag verstand manch ein Gast nur "Bier".

„Das ist ja auch das Wichtigste“, sagte auch Wiesn-Stadtrat Helmut Schmid. Wie gut welches heuer ist, testete er in einer Blindverkostung extra für die tz.

Große Unterschiede gibt’s bei den sechs Brauereien freilich nicht: Die Stammwürze reicht von 13,6 bis 13,8 Prozent. Der Alkoholgehalt schwankt zumindest von 5,7 Prozent (Spaten) bis zu 6,6 Prozent beim Spitzenreiter Hofbräu. Dies verleitete Wiesnwirte-Sprecher Toni Roiderer (Hackerzelt), der wie alle anderen Wirte und Brauerei-Chefs viel zu lachen hatte, zu Frotzeleien in Richtung Konkurrent Hofbräu: „Alkohol verstärkt das Verlangen, aber verhindert auch die Ausführung …“

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Vier Mal richtig, zwei Mal falsch getippt: Helmut Schmid.

Helmut Schmid, Vize der Rathaus-SPD und seit neun Jahren im Stadtrat Wiesn-Beauftragter, musste sich konzentrieren. Denn mit folgendem Versprechen hatte sich der Experte selbst unter Druck gesetzt: „Ich erkenne zwar nicht die feinen Unterschiede von Jahr zu Jahr – aber ich erkenne sehr wohl die unterschiedlichen Marken.“ Besonders Spaten, das er immer vom Truderinger Volksfest kennt, erkenne er sehr gut. Ob er da richtig liegt …

Na, dann los: In drei Runden galt es, immer zwei Biere nebeneinander mit Augenbinde zu verkosten, die Marke zu erkennen und das Bier zu bewerten.

Augustiner: „So mag ich’s! Schön malzig und a bisserl süßer.“ Richtig erkannt!

Paulaner: „Ui, gefährlich, so süffig! Etwas bitterer als das Erste, schön hopfig.“ Richtig erkannt!

Spaten: „Das ist sehr fein! Schön mild und süß.“ Nicht erkannt!

Hacker-Pschorr: „Läuft gut runter! Angenehm, nicht so malzig.“ Nicht erkannt!

Hofbräu: „G’schmackig! Das ist sehr reif, schön kräftig.“ Richtig erkannt!

Löwenbräu: „Das ist aber leicht! Angenehme Herbe.“ Richtig erkannt!

Schmids Fazit? Diplomatisch, aber aussagekräftig: „Wenn ich viel trinken würde, würde ich Spaten wählen. Wenn wenig, dann Hacker. Und wenn ich’s genießen will: Augustiner.“

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Nina Bautz

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