Wiesn-Lamm Wiggerl wird jetzt ein Zuchtbock

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So süß war Wiggerl kurz nach seiner Geburt.

München - Erst die Blitz-Geburt, dann die Blitz-Karriere: Wiggerl, das süße Wiesn-Lamm vom vergangenen Jahr, startet jetzt als Zuchtbock durch! Bei diesem rasanten Aufstieg könnte so mancher Wiesn-Wirt neidisch werden

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Plumps, da lag ein kleines Fellknäuel im Stroh: Vor einem Jahr hatte der Mini-Schafbock für mächtig Aufregung gesorgt – völlig überraschend war Ludwig, genannt Wiggerl, im Stall auf der historischen Wiesn zur Welt gekommen (tz berichtete). Keiner hatte geahnt, dass seine Mama Auguste Wilhelmine Maria trächtig war – die Coburger Fuchsschafdame hatte ihren Bauch unter dem dichten Fell versteckt.

So schön ist es auf der Oidn Wiesn

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Mittlerweile ist ein Jahr vergangen, und aus dem süßen Lämmchen mit den Schlappohren und dem Kuschelfell ist ein stattlicher Kerl geworden. „Ludwig hat sich prächtig entwickelt und ist ein ansehnlicher Jungbock geworden – wie ich es schon im letzten Jahr vermutet habe“, sagt sein Besitzer Stephan Graf aus Windach (Landkreis Landsberg am Lech) stolz. Er ist sich sicher: „Die Wiesnluft hat ihn stark gemacht!“

Jetzt soll Ludwig als Zuchtbock für ordentlich Nachkommen sorgen – eine große Ehre, die er einzig und allein seinem guten Aussehen zu verdanken hat. „Er ist vom Phänotyp gut für die Zucht geeignet“, erklärt Besitzer Stephan Graf. Noch steckt der junge Bock mitten in der Pubertät und legt sich im Stall auch mal mit seinen Boxenkollegen an – bald soll er seine eigene Familie gründen.

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Auf seinem alten Hof, wo auch seine Mama und Papa Clarence wohnen, kann Wiggerl allerdings nicht bleiben. „Ich kann ihn leider nicht behalten“, erklärt der Vermesser, der eine Schafzucht betreibt. „Ludwig stammt schließlich aus meiner Zucht und ist mit fast allen weiblichen Schafen aus der Herde verwandt – das wäre Inzucht.“

Deshalb wird Ludwig jetzt auf einer Schafbock-Aktion versteigert. Dann zieht er auf einen anderen Bauernhof und übernimmt in einer neuen Herde den Chef-Posten samt Harem. Besitzer Stephan Graf: „Dieses Glück haben nur etwa fünf Prozent der männlichen Lämmer – der Rest wird der Nahrungskette zugeführt.“

Christina Schmelzer

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