Wiesn: Glühbirnenverbot - viel Arbeit für Schausteller

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Am 50 Meter hohen Riesenrad müssen wegen des Glühbirnenverbots nach und nach 35.000 Leuchten ausgetauscht werden.

München - Fahrgeschäfte mit üppiger Beleuchtung gehören zur Wiesn wie die Mass und das Hendl - nun macht das Glühbirnenverbot den Schaustellern viel Arbeit.

Allein am 50 Meter hohen Riesenrad müssen nach und nach 35.000 Leuchten ausgetauscht werden, wie Geschäftsführer Eckehard Vogel sagt. Zwei Drittel der alten 21-Watt-Glühbirnen seien bereits durch moderne LED- Lampen ersetzt worden. Bei einem Stückpreis von rund 2,10 Euro kommen auf den Schausteller also Investitionen von etwa 70.000 Euro zu.

Doch das viele Geld ist nicht das einzige Problem, denn die LED- Leuchten strahlen ein kühleres Licht aus, so dass sich die Atmosphäre auf der Wiesn verändern könnte. “Schauen Sie eine kühle Frau und eine lachende Frau an, dann wissen Sie den Unterschied“, meint Vogel zu dem Unterschied zwischen neuer und alter Beleuchtung.

Nach dem Willen der Europäischen Union soll die klassische Glühbirne nach und nach vom Markt verschwinden, um Energie zu sparen und damit die Umwelt zu schonen. In einem ersten Schritt dürfen Glühbirnen von 100 Watt und mehr nicht mehr verkauft werden. Die Schausteller kämpfen allerdings darum, zumindest für historische Fahrgeschäfte Ausnahmen zuzulassen, wie Edmund Radlinger ankündigt, der Sprecher der Wiesn-Schausteller. Sonst müsste wohl bald auch das 85 Jahre alte Erwachsenenkarussell Krinoline auf kühleres LED-Licht umstellen.

dpa

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