Bis Wiesn-Ende: Zwei Islamisten in Haft

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Diese Videobotschaft tauchte am Wochenende auf: Ein vermummter Islamist droht mit Anschlägen, dazu gibt es Einblendungen von deutschen Städten. Zu diesem Mann haben die beiden Festgenommenen in München Kontakt.

München - In München sind zwei Islamisten vorsorglich festgenommen worden - weil sie Kontakt zum Sprecher der terroristischen Drohvideos haben. Die zwei Personen bleiben bis nach der Wiesn in Haft.

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Wie auf einer Pressekonferenz zur Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen auf dem Münchner Oktoberfest am Montagvormittag bekannt wurde, sind zwei Personen aus dem extremistisch-islamistischen Umfeld in polizeilichen Gewahrsam genommen worden - bis zum Ende des Oktoberfests am 4. Oktober. Dies sei richterlich bestätigt worden. Die Begründung, so Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer: Beide hätten früher zu dem deutschen El-Kaida-Mitglied Bekkay Harrach Kontakt gehabt - der eine direkt, der andere mittelbar über seine Schwester. Harrach war in den Videos, in denen Deutschland und auch München mit Anschlägen gedroht wird, als Sprecher aufgetaucht.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) betonte ausdrücklich, dass die Personen keine Straftat begangen haben. Die Maßnahme sei nur vorsorglich getroffen worden. Beide stammen den Angaben zufolge aus arabischen Ländern und leben schon länger in München. Da ihnen keine Straftaten vorgeworfen würden, könnten aus Datenschutzgründen keine weiteren Angaben gemacht werden, sagte Schmidbauer.

Erst am vergangenen Mittwoch haben Polizei und Staatsanwaltschaft Wohnungen deutscher muslimischer Konvertiten durchsucht und mehrere Personen festgenommen. Ein Verdächtiger kommt aus Weilheim. Alexander F. soll deutsche Konvertiten und andere Muslime für die Koranschule im Jemen angeworben haben. Diese Schule soll einen Ableger für militärische Ausbildung unterhalten und ihre Schüler an das Netzwerk El Kaida weitervermitteln.

mm

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