Besucherstarke erste Woche

Dieter Reiter: Seine erste Chef-Bilanz

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Der neue Wiesn-Chef Dieter Reiter (SPD) zog vor einer Woche in sein Außenbüro im Behördenhof auf der Theresienwiese

München - Die erste Woche vom neuen Wiesn-Chef Dieter Reiter (SPD) ist Stress pur. Dennoch kann er sich zur Halbzeit zufrieden zurücklehnen: Seine erste Chef-Bilanz.

Das E-Mail-Postfach ist voll, gleich kommt die Wiesn-Wache zur Besprechung, und dann steht auch noch das Interview mit dem italienischen Fernsehsender an: Die erste Woche vom neuen Wiesn-Chef Dieter Reiter (SPD) ist Stress pur. Aber er kann sich zur Halbzeit zufrieden zurücklehnen. Die offiziellen Zahlen gibt’s zwar erst am Sonntag – „aber wir können schon jetzt sagen, dass das eine besonders besucherstarke erste Woche war.“

Wenn Dieter Reiter sein neues Wiesn-Büro im Behördenhof hinter dem Schottenhamelzelt verlässt, steht er mitten im Getümmel. „Es ist richtig viel los. Das Zentral-Landwirtschaftsfest nebenan bringt einen Besucheraustausch mit sich – das sieht man auch daran, dass das Publikum klassisch und bodenständig ist.“

Was die Wiesn heuer kostet

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Auffällig: Unter den Besuchern sind viele Familien mit Kindern. Reiters Einschätzung zufolge liegt das vor allem am guten Wetter. „Vielleicht aber daran, dass die Oide Wiesn, die es heuer nicht gibt, in den vergangenen Jahren vielen Familien wieder mehr Lust auf die große Wiesn gemacht hat.“ Die Schausteller freut’s: Sie verzeichnen laut dem Wiesn-Chef gute Umsätze – trotz ein paar Regenduschen zwischendrin.

In den vergangenen Tagen saßen viele Kollegen von Polizei, Feuerwehr und Bayerischem Roten Kreuz (BRK) in seinem Büro – für Besprechungen hat sich Reiter extra eine Bierbank mit Oktoberfestlogo hineingestellt. Bislang gebe es keine besonderen Vorkommnisse. „Aber wir haben weniger Scherben – das zeigt, dass das Glasflaschenverbot ein Schritt in die richtige Richtung ist.“ Auch die Polizei spricht von einem bislang normalen Verlauf.

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Aber auch eine friedliche Wiesn macht viel Arbeit. „Ich hatte ursprünglich vor, zumindest ein paar Mal zwischendrin in mein Rathaus-Büro zu gehen“, erzählt der OB-Kandidat und Wirtschaftsreferent der tz. „Aber ich sitze jetzt seit Samstag jeden Tag von 9 bis 23 Uhr hier auf der Wiesn.“ Die Post wird ihm direkt aus dem Rathaus auf die Wiesn geliefert, seine Mitarbeiter bringen wichtige Dokumente und Beschlüsse in seine 15-Quadratmeter-Außenstelle. Anrufe werden umgeleitet, auch die E-Mails bearbeitet er vom Festgelände aus.

Zu Reiters Pflichten gehört auch, in den Zelten vorbeizuschauen. Der Wiesn-Hit steht für ihn schon fest: „Tage wie diese von den Toten Hosen – das mag ich total gern!“

nba, cs

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