Wiesn brutal am letzten Wochenende

München - Mehrere Masskrugschlägerei mit teils fatalen Folgen hat es die vergangenen Tage gegeben. Ein 26-Jähriger wird wohl sein Augenlicht verlieren.

Die Wiesn erreicht ihre Höhepunkt: Auf der Theresienwiese drängen sich soviele Menschen wie heuer noch nie. Doch mit den Menschenmassen nimmt auch die Zahl der Gewaltdelikte zu. Trauriger Höhepunkt ist eine Masskrugschlägerei am Samstagabend mit fatalen Folgen. Ein Unbekannter wirft einem 26-Jährigen einen Masskrug an den Kopf. Aus welchen Grund, ist noch unklar. Der 26-Jährige wird auf der Toilette von Besucher versorgt. Er kommt in eine Klinik. Wie sich dann herausstellt, hat der Mann eine Hirnblutung erlitten. Deswegen wird er wohl auf dem linken Auge erblinden. Den Täter konnte die Polizei noch nicht ermitteln.

Eine dreiviertel Stunde später in einem anderen Zelt: Ein 18-Jähriger aus Landsberg und ein 28-jähriger Holländer geraten in Streit. Dabei nahm der Holländer einen Maßkrug und schlug ihn dem 18-Jährigen mit voller Wucht ins Gesicht. Der junge Mann erlitt erhebliche Fleischwunden im Gesicht. Ob der 18-Jährige durch den Schlag auch Knochenbrüche erlitt, ist derzeit noch nicht bekannt. Die 20-jährige Schwester des 18-Jährigen wurde im Gedränge vom holländischen Täter zu Boden gestoßen und erlitt dadurch Prellungen im Gesicht. Einsatzkräfte der Wiesn-Wache nahmen den Täter noch im Zelt fest. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete die Vorführung des Holländers vor dem Ermittlungsrichter an.

Samstag 21.35 Uhr: Ein 39-Jähriger gerät mit einem 27-jährigen Dresdner Hooligan in Streit. Die Ursache ist unklar. Bekannt sind nur die Folgen: Der 27-Jährige attackierte seinen Kontrahenten und versetzte ihm mehrere Faustschläge ins Gesicht. Nachdem der 39-Jährige zu Boden ging, ließ der 27-Jährige immer noch nicht von ihm ab und versetzte ihm weitere Faustschläge ins Gesicht und trat ihm noch einmal mit dem Fuß gegen den Kopf. Der Täter wurde vor Ort festgenommen. Der 39-Jährige kam mit stark blutenden Gesichtsverletzungen in eine Klinik. Der 27-jährige Täter trug ein schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift „Bersercker Dresden“ und ist offensichtlich der gewaltbereiten Anhängerschaft von Dynamo Dresden zu zuordnen, so die Polizei.

Berteits am Samstagnachmittag urinierte ein 21- jähriger Italiener an den Container einer Bäckerei. Ein 22-jähriger Angestellter übergoss den Italiener daraufhin mit Wasser, um sein weiteres Urinieren zu unterbinden. Der Italiener nahm einen ca. 300 Gramm schweren, faustgroßen Stein in die Hand und warf ihn nach dem Angestellten. Der Stein traf den Angestellten nicht, sondern prallte gegen einen Brezenwagen. Der Täter wurde noch an Ort und Stelle festgenommen und zur Wiesn-Wache gebracht. Nach der Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 1.000 Euro sollte er wieder aus dem Gewahrsam entlassen werden. Weil er jedoch die Summe nicht aufbringen konnte, wurde er der Haftanstalt beim Polizeipräsidium München überstellt.

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