Wiesn-Bierprobe: „Wieder alle gut“

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Biersommelier Stephan Stieg

München - Die feinen Hopfen- und Malzaromen, die goldgelbe Farbe, der weiche und dennoch vollmundige Körper … Bei der Wiesn-Bierprobe am Montag im Bier- und Oktoberfestmuseum kamen die Tester aus dem Schwärmen gar nicht heraus.

Die Brauer traten zur Bierprobe an: Augustiner-Chef Jannik Inselkammer, Hacker-Pschorr-Chef Andreas Steinfatt, HB-Chef Michael Möller, Münchner Kindl Steffi Krätz, Löwenbräu-Chef Günter Kador, Paulaner-Braumeister Christian Dahncke und Spaten-Chef Jörg Lehmann (v. li.)

Brauerei-Chefs und Wiesn-Wirte waren voll des Lobes – am meisten freilich für das eigene Bier. Aber auch die Festbiere der Kollegen schnitten gut ab. Hofbräu-Chef Michael Möller lobte das süffige Augustiner. Schützenzeltwirt Edi Reinbold und Hackzelt-Wirt Toni Roiderer fanden, dass „die dezenten Fruchtnoten im Paulaner-Bier nach mehr schmecken“. Und Bier-Sommelier Stephan Stieg war hin und weg „von der leichten Karamellnote und dem starken Körper“ des Hofbräu-Festbieres. Löwenbräu hingegen habe einen weichen, fast cremigen Körper, Augustiner sei sehr weich und rund im Abgang und Spaten besteche durch eine frisch-florale Hopfenblume. Aha. Was man über Bier noch alles lernen kann …

Die Unterschiede mögen fein, aber entscheidend sein. Wenn es um die „harten Fakten“ geht, sind die Wiesn-Biere wie jedes Jahr aber weitgehend gleich: Sie haben zwischen 13,6 und 13,8 Prozent Stammwürze und zwischen 5,8 (Paulaner) und 6,3 Prozent Alkohol (Augustiner und Hofbräu).

Diplomatisches Fazit: „Sie schmecken heuer alle wieder gut!“ Armbrustschützenzelt-Wirt Peter Inselkammer setzte sogar noch eins drauf: „Bei unseren Münchner Festbieren kann kein norddeutsches Industriebier mithalten.“

Simone Herzner

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