Wiesn-Besucher-Quiz: Wer kommt woher?

München - Bei manchen Touristen erkennt man auf den ersten Blick, dass sie keine echten Münchner sind. Bei unserem Foto-Quiz kann man miträtseln, woher die Wiesnbesucher kommen.

Die guten ­Ideen liegen oft genug so nah – wie etwa das Foto-Atelier in der Landwehrstraße bei der Theresienwiese. Und so dachte sich der Fotograf An­dreas Neubauer, dass er einfach mal 16 Tage lang Menschen zum Shooting bittet, die auf dem Weg zur Wiesn waren. In Tracht oder was sie dafür halten.

Wiesn-Besucher-Rätsel: Wer kommt woher?

Wiesn-Besucher-Rätsel: Wer kommt woher?

Einfach mal? Das wäre allerdings grob vereinfacht. Schließlich hatte er zum Schluss rund 1000 Euro Portokosten, weil jeder Fotografierte einen Abzug zugeschickt bekam. Und das Ansprechen der Menschen ging auch nicht leicht von der Hand. „Zum Glück war meine Mutter ab und zu dabei (die Schauspielerin Ilse Neubauer, d. Red.), da gingen gerade die Frauen leichter mit ins Studio, nachdem wir sie angesprochen hatten“, erzählt Neubauer der tz. Im letzten Jahr hat er das Projekt durchgezogen. Jeden Tag während der Wiesn.

Andreas Neubauer zeigt Fotos seiner Wiesnleut ab 16. September im Schauraum 1899 (Landwehrstraße 67). Bis 3. Oktober, täglich von 15 bis 19 Uhr. Das Buch Wiesnleut umfasst 192 Seiten mit 200 Fotos und kostet 28 Euro (ISBN: 978-3-00-035451-9).

Entstanden ist das Buch Wiesnleut – Bavarians & Others. „Es war interessant, wenn ich die Leute bat, das touristische Grinsen abzulegen und ernst zu schauen. Da kamen durchaus ernste, traurige Abgründe hinter der Maske zum Vorschein“, erinnert sich Neubauer in der tz. „Der Schutz ist weg, aber dadurch wird man ehrlicher.“Rund 200 Por­träts sind im Buch versammelt, die Hälfte aller Fotos aus 16 Tagen Schwerstarbeit im letzten Jahr. Was bleibt hängen? „Dass es sehr schwierig ist, die Leute dazu zu bringen, mir fünf Minuten ihrer Zeit zu stehlen. Die meisten waren sehr unruhig, hatten es sehr eilig.“ Und was hat Neubauer durch die Aktion gelernt? „Dass man nicht gleich zumachen soll, wenn man von einem Fremden angequatscht wird, sondern ihm erst einmal zuhört.“

Woran erkennt man einen echten Münchner?

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Matthias Bieber

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