Wiesn-Anwohner: Keine Entschädigung für Oktoberfest-Schmutz

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München - Jahr für Jahr kämpfen die Anwohner rund um die Theresienwiese mit den unangenehmen Begleiterscheinungen, die das größte Volksfest der Welt so mit sich bringt.

Betrunkene Wiesn-Besucher lassen mitunter nicht nur ihren Müll in den Vorgärten zurück. In der Bürgerversammlung des Stadtbezirks wurde daher die Forderung laut, die Stadt möge die Anlieger doch bitte finanziell entschädigen. Wer einen Nachweis über erhöhte Reinigungs- oder Reparaturkosten liefert, solle bis zu 500 Euro erhalten, so die Idee. Doch die Stadt winkt ab.

Rund elf Jahre ist es her, da lehnte der Stadtrat schon einmal die Einrichtung eines Entschädigungsfonds für Oktoberfestanlieger ab. Am kommenden Dienstag wird es – das zeichnet sich ab – wohl wieder eine Abfuhr geben. Immerhin sei die Stadt nicht selbst der „Verursacher“ von Schmutz und Beschädigung, argumentiert die Verwaltung. Großveranstaltungen wie das Oktoberfest würden „zwangsläufig zu Beeinträchtigungen“ führen, heißt es. Das Volksfest blicke auf eine 200-jährige Geschichte zurück und sei weltweit bekannt. Zwischen den Zeilen heißt das wohl: Wer an die Theresienwiese zieht, der braucht sich nicht zu wundern. Außerdem sei es schwierig, das Oktoberfest als Schadensursache nachzuweisen. Ohnehin tue man schon viel, um der Lage Herr zu werden, teilt das zuständige Referat mit. Die angrenzenden Straßen und Gehwege würden während der Wiesn verstärkt von der Stadt gereinigt, und an allen Ausgängen des Festplatzes stelle man zusätzliche WC-Anlagen auf. Unterm Strich heißt das: „Die Einführung einer Kostenerstattung wird aus den genannten Gründen abgelehnt.“

Thomas Schmidt

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