Reservierungen nicht mehr möglich

Wann's auf der Wiesn no a Platzerl gibt

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Keine Reservierung? Auf dem Wiesn-Zelte-Barometer sehen Sie, wann es am wahrscheinlichsten ist, noch ein Platzerl zu ergattern.

München - „Abends geht nix mehr“, heißt es unisono in den Reservierungsbüros der Festhallen. Egal ob am Wochenende oder werktags – die großen Wiesnzelte sind dann ausgebucht.

Lediglich zur Mittagszeit können in manchen Zelten noch Tische vorgemerkt werden. Zum Beispiel montags bis donnerstags in Wiggerl Hagns Löwenbräuzelt.

Auch im Hofbräuzelt der Familie Steinberg, der Bräurosl sowie im Augustiner werden nur noch für die Mittagswiesn unter der Woche Vormerkungen entgegengenommen. „Es lohnt sich aber immer, beim Reservierungsbüro nachzufragen“, sagt Weinzelt-Sprecherin Christine da Silva. „Denn vereinzelt werden Tische auch zurückgegeben.“ Oder man kommt auf gut Glück. Denn „von Montag bis Freitag stehen mittags auch ohne Reservierung genügend Plätze zur Verfügung“, heißt es zum Beispiel aus dem Reservierungsbüro des Armbrustschützen-Festzeltes.

Selbst in den kleinen Wiesnzelten ist die Lage angespannt: Egal ob in Hochreiters Haxenbraterei, der Knödelei oder beim Schichtl – nur an Werktagen und nur zur Mittagszeit sind noch Reservierungen möglich. Wer jedoch über das nötige Kleingeld verfügt, kann jederzeit auf reservierten Plätzen schunkeln: „Wir haben für jede Uhrzeit und nahezu für alle Abende noch Tische oder einzelne Plätze zu verkaufen“, sagt Florian Kosak, Geschäftsführer der Berliner Agentur „Tab Ticketbroker“.

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Die Agentur vermittelt seit fünf Jahren Wiesntische hauptsächlich an Firmenkunden aus dem In-und Ausland – legal, wie Kosak betont: „Seitens der Wiesnwirte wird uns Betrug unterstellt. Das ist Unsinn. Wir sind ein Zweitmarktanbieter.“ Er bekommt seine Tische von Firmen, die mehr reserviert haben als sie tatsächlich brauchen. Allerdings müssen Käufer bis zu 4000 Euro hinblättern: „Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis“, sagt Kosak, der Restplätze auch über Ebay anbietet. Man könne durchaus Schnäppchen finden: „Zum Beispiel Einzelplätze am Wochenende für etwa 70 Euro inklusive Verzehrgutschein.“

Eine Alternative bietet beispielsweise die Wiesntauschbörse im Internet. Dort können sowohl Tischgesuche als auch -angebote eingestellt werden. Auf die Idee war Initiator Martin Snajdr gekommen, „als ich vor drei Wochen frustriert festgestellt habe, dass ich keine Reservierung habe.“ Promt erstellte er eine Facebook-Seite, nach nicht mal 24 Stunden hatte er 3500 Fans. Der Ansturm auf die Homepage ist groß, vor allem die Suchenden sind zahlreich vertreten. „Auf ein Angebot kommen sieben Gesuche“, weiß Snajdr.

Wie Sie für nächstes Jahr einen Tisch reservieren können: Hier unsere Tipps.

Andrea Steiler und Bettina Stuhlweissenburg

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