Wie viele Krüge kann man theoretisch tragen?

München - Der Experimentalphysiker Werner Gruber macht die Wiesn zur Wissenschaft. Wie viele Masskrüge kann der Mensch theoretisch tragen? Wie geht die richtige Watschn? Hier lesen Sie die Antworten.

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Mit Albert Einstein eine Mass Bier auf der Wiesn trinken – klingt verlockend? So ähnlich fühlt es sich an, wenn der österreichische Experimentalphysiker Werner Gruber (41) die Physik rund ums Oktoberfest erklärt! Ob Grillhendl, Schunkeln oder Schlägerei – der Wiener erforscht mit den „Science Busters“ verblüffende Wiesn-Phänomene und hält viele nützliche Tipps parat:

Masskrug-Tragen: Der Weltrekord im Bierkrugtragen steigt stetig – momentan liegt er bei 20. Laut Gruber gibt es eine absolute, mittels einer Formel errechnete Grenze: Mehr als 29 gefüllte Krüge kann niemand tragen! Die Erklärung: „Die Belastbarkeit der langen Sehne des Bizepsmuskel liegt bei 330 Kilo!“ Und die Sehne lässt sich im Gegensatz zum Muskel nicht trainieren.

Alkoholische Eierspeise: Viele kennen das: Man kommt ins volle Bierzelt zu seinen Kollegen, die bereits gut vorgetankt haben. Um schnell den gewünschten Pegel zu erreichen, hat Gruber ein Rezept: Zwei Eier in eine Schüssel schlagen, drei Stamperl Hochprozentiges (mindestens 80 Prozent) hinzu gießen, dann einmal umrühren und fertig ist eine feste Eierspeise – ohne Hitze!

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Die richtige Watschn: Eine deftige Ohrfeige in einer Schlägerei parat haben – gar nicht so leicht. Wichtig hierbei: Die Watschn muss aus dem ganzen Arm und dem parallel erfolgenden Hüftschwung gegeben werden, nicht nur aus dem Handgelenk! Je schneller der Hüftschwung, desto größer der Abrieb und die Schürfwunde auf der gegnerischen Backe. Plus: Ein zackiger Hüftschwung führt zur schnellen Drehung des Kopfes vom Gegner, was bei diesem eine leichte Amnesie zur Folge hat.

200 Watt Hendl: Knuspriges Grillhendl leicht gemacht! Man nehme eine 60 mal 60 Zentimeter große Styroporbox, setze darin neben das rohe Hendl zwei Glühbirnen mit je 100 Watt. Nach 90 Minuten „Garzeit“ ist das Grillhendl servierfertig. „Und schmeckt extrem saftig!“, verspricht Gruber.

Schunkeln: „Griechischer Wein“ erklingt im Zelt, die Menge schunkelt. Pech gehabt, wer am Rand der Bierbank sitzt: Je langsamer das Lied, desto gefährlicher das Schunkeln für den Äußeren: „Die Frequenz des Schunkelns wird langsamer und die Amplitude, also die Winkelausrichtung, wird höher. Irgendwann ist die Ebene zu schief und der Schunkler plumpst zur Seite.“

Bavaria-Hügel: Täglich stolpern Wiesn-Besucher das Grün rauf. Grund: Das Bayerische Landesamt vermass eine Steigung von 23 bis 27 Prozent – diese lässt sich bei trockenem Boden und gutem Schuhwerk problemlos erklimmen. „Doch auf dem Hügel liegen oft Betrunkene und daneben Erbrochenes – dadurch wird es zu rutschig und die Steigung ist kaum schaffbar“, weiß Gruber.

C. Lewinsky

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