Wiesn-Kriminalität

Polizisten bei Festnahmen attackiert

München - Die Wiesn neigt sich dem Ende zu, für die Polizei ist an Pause trotzdem nicht zu denken. Zwei Beamte wurden bei Festnahmen angegriffen, einer gar verletzt. Bei einer Frau wurde ein Elektroschocker konfisziert.

Polizeibeamte leben gefährlich, besonders auf der Wiesn. Am späten Dienstagabend wurde ein Polizist bei einer Festnahme von einem betrunkenen Zeltbesucher attackiert. Die Beamten waren eigenen Angaben zufolge zu einer Schlägerei gerufen worden. Als der Täter, der seinem Gegner einen Maßkrug an die Lippe geschlagen hatte, in Richtung Polizeiwache gebracht werden sollte, ging plötzlich ein weiterer Mann aus der Gruppe auf einen der Beamten los. Er versuchte ihn zu Boden zu bringen und konnte nur durch weitere Polizisten aufgehalten werden. Er wurde mit erheblicher Gegenwehr in Gewahrsam genommen. Bereits am frühen Abend war ein Polizeibeamter bei der Festnahme eines 52-jährigen verletzt worden. Die Einsatzkräfte waren gerufen worden, als man einen Mann mit einem Joint im Festzelt erwischt hatte. Da der Beschuldigte sich äußerst aggressiv weigerte, seine Personalien anzugeben, brachte man ihn auf die Wiesnwache. Auf dem Weg dorthin blieb der Mann abrupt stehen und wehrte sich gegen die Beamten. Dabei erlitt einer der Polizisten eine Schnittwunde, die vermutlich durch die Armbanduhr des Festgenommenen verursacht wurde. Der Mann musste an Händen und Füßen gefesselt werden, nach den entsprechenden polizeilichen Maßnahmen, wurde er wieder entlassen.

Ein besonders seltsames Accessoire bemerkten die Beamten bei einer 25-jährigen Frau. Sie legte in einem Biergarten eine Taschenlampe auf den Tisch. Bei genauerem Hinsehen stellte sich heraus, das mit dem Gegenstand auch Elektroschocks abgegeben werden können. Die Taschenlampe wurde eingezogen, ihrer Besitzerin droht jetzt eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetzes. Auch sie wurde wieder auf freien Fuß gelassen.

Rubriklistenbild: © dpa

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