Bundeswehr überwacht jetzt das Flugverbot über dem Oktoberfest

Überflieger wird angezeigt

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Das Flugzeug war um die Bavaria gekreist.

München - Schon wieder hat ein Flieger über dem Oktoberfestgelände Festbesucher verunsichert. Es war trotz Verbotes über die Wiesn geflogen.

Seit dem Freitagabend gilt über der Theresienwiese ein Flugverbot. Flugzeuge dürfen sich nur noch bis auf 3,2 Kilometer dem Festgelände nähern oder müssen es in mindestens 900 Metern Höhe überfliegen. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte das Flugverbot beim Bund beantragt, nachdem eine viermotorige Maschine am Donnerstag über die Wiesn flog und für Unruhe sorgte. Bislang hatte es nur nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ein Flugverbot gegeben. Seitdem holte sich die Stadt München jedes Jahr mit Anträgen auf Flugverbote stets eine Abfuhr beim Luftfahrtbundesamt. „Wir sind da ziemlich abgetropft“, so Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle. „So werden wir halt behandelt von Bundesbehörden!“

Ungeachtet dessen flog am Sonntag ein Sportpilot über die Wiesn und landete in Jesenwang. Polizeisprecher Gottfried Schlicht: „Jetzt wartet auf ihn eine Strafanzeige.“ Seine Lizenz könne er vergessen, so Münchens Polizeichef Wilhelm Schmidbauer. Die Luftwaffe überwache den Raum über der Wiesn. Bei verdächtigen Bewegungen seien die Kampfjets aus Neuburg/Donau in wenigen Minuten da.

We.

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