Kritischer Blick auf Dirndl & Co.

Chef-Trachtler: Wiesn-Mode ist selten Tracht

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Trachten-Chef Max Bertl sieht die Wiesn-Mode kritisch.

München - Max Bertl, Vorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes, begutachtet die Vorliebe der Münchner Oktoberfestbesucher zu Dirndl und Lederhose kritisch.

„Mit Tracht hat das wenig zu tun“, sagte Bertl der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag). „Die Leute dort tragen halt nur ein Wiesn-Gewand, bei dem sich jedes Jahr die Mode ändert.“ Inzwischen gibt es sogar aufgemalte Dirndl-Schürzen oder Lederhosen aus Stoff oder gar Plastik.

Trachten-Nacht bei Angermaier

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Bertl selbst hat eine lange Bundhose und drei kurze Lederhosen im Schrank. Dabei gilt die Devise: Die Wahl der richtigen Lederhose richtet sich nach dem Anlass. „In der Werktagstracht, wie ich sie immer trage, kann man sich ganz anders geben, lockerer“, erklärte Bertl. „Aber wenn ich auf ein Trachtenfest oder einen anderen besonderen Anlass gehe, muss halt alles passen, vom Hutschmuck bis zum Schuh.“

dpa

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