Tobi (15): Horrorfahrt mit der Achterbahn

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Tobi (15) ist noch immer geschockt: Der Schüler wollte am Samstag mit einem Kumpel Achterbahn fahren. Doch sein Schulterbügel schloss nicht – Tobi musste sich die ganze Fahrt über an einer kleinen Stange festhalten.

München - Tobias R. (15) wollte nur mit seinem Spezl etwas Spaß haben und stieg am Samstag in den 5er-Looping. Was dann folgte, war eine Horrorfahrt. Tobi hatte Todesangst.

Als der Waggon nach unten schießt, rutscht Tobias R. (15) das Herz in die Hose: „Jetzt flieg ich raus!“ Für den Schüler beginnt die Höllenfahrt seines Lebens!

Als der Münchner mit einem Kumpel am Samstag am 5er-Looping ein Ticket kauft, ahnt er nicht, dass er wenige Minuten später knapp einer Katastrophe entkommt. Der Schüler nimmt Platz, schließt den Schulterbügel. „Ich merkte gleich, dass er locker sitzt und versuchte, ihn runterzudrücken.“ Vergeblich.

Der Waggon fährt los – mit 100 Kilometern pro Stunde rast die größte transportable Achterbahn der Welt in die Tiefe, ohne dass der Schulterbügel den Schüler fest im Sitz hält. Tobias klammert sich an die kleine Stange vor sich und presst seinen Körper in den Sitz. „Ich musste mich mit aller Kraft festhalten. Es war schrecklich, ich hatte Todesangst!“

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Während der fünf Loopings zieht es Tobias aus dem Sitz, der Bügel knallt immer wieder auf seine Schultern. Erst nach zwei Minuten und 20 Sekunden Fahrt ist der Albtraum vorbei: Tobias steigt benommen aus, ihm ist übel. Mit seinem Freund weist er einen Mitarbeiter auf den geöffneten Bügel hin: „Aber der winkte mich einfach weiter.“

Gegenüber der tz gibt sich auch Betreiber Rudolph Barth gelassen. „Ich kann mir das nicht vorstellen. Wir betreiben den Looping seit 22 Jahren. Meine Leute kontrollieren die Bügel persönlich. Und durch die Fliehkraft zieht sich der Schulterbügel im ersten Looping automatisch fest.“ Einen technischen Defekt schließt er aus: „Wir kontrollieren jeden Morgen alle Bügel.“

Der Gymnasiast kommt mit einem Schock und blauen Flecken an den Armen davon. Er hat den Vorfall der Polizei gemeldet: „Von Fahrgeschäften hab’ ich erst mal genug!“

CL

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