Wiesn-Jobs im Test: Masskrug-Spüler

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Uff, ist das anstrengend! Reporterin Nina Bautz beim Selbstversuch.

Damit andere feiern, müssen sie hart arbeiten: Kellner, Standlleut’, Schausteller, Wirte – kurz alle, die das Oktoberfest am Laufen halten. Doch wie ist ihre Arbeit so? Wiesn-Reporterin Nina Bautz versucht sie sich als Masskrug-Spülerin.

Heben, schieben, heben, schieben. Den Rest macht die Maschine. Kann ja nicht so schwer sein.

„Weg, weg, weg!“ Ich springe zur Seite. Alle zwei Minuten sprinten Bedienungen mit (halb)leeren Krügen herein. Die lassen sie aufs Fließband vor dem Spülmaschineneingang fallen. Ach, die helfen auch mit? Ja, hab ich dann überhaupt was zu tun?

Hab’ ich! „Auffüllen! Los, los, los, los!“ Mit einem Mal ist das Fließband leer, weil ein paar Minuten kein Kellner da war. Die heiße Abendphase, in der das Fließband nur von benutzten Krügen am Laufen gehalten wird, beginnt erst. Am Zapffass entsteht eine Pause. Mir kommt sie ewig vor. Der Schankkellner schnauft. Jede Minute zählt. hat er gesagt. Zeit ist Geld. Was nun? Frische Krüge müssen aus dem Regal hinter mir aufs Band. 2000 Krüge passen hier rein, wie in die Regale der zehn anderen Schänken. Ein paar hundert wuchte ich rüber, mindestens: „Hopp, hopp, hopp!“

In der Hektik schlage ich einen Krug auf den anderen – aber das Glas ist ja dick genug. Nach zehn Minuten schmerzt der Rücken vom Bücken. Ich mache weiter. Peng! Jetzt habe ich rückwärts einen Kellner angerempelt. Entschuldigung! Das ewige Krüge-rausholen, Umdrehen und Draufstellen macht einen ganz damisch. Und das acht Stunden lang? Nein, danke!

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