Taxi-Preise steigen erst nach der Wiesn

München - Die Stadt hat eine Erhöhung der Taxipreise zur Jubiläumswiesn ausgeschlossen. Neue Tarife sollen nach Informationen unserer Zeitung erst ab dem 1. Dezember dieses Jahres gelten.

„Unser Fahrplan ist derzeit, dass die neuen Preise zum Dezember in Kraft treten“, sagte Klaus Kirchmann, Sprecher des Kreisverwaltungsreferats (KVR). Der „Taxi Verband München“ und die „Taxi München Genossenschaft“ hatten höhere Preise bei der Stadt beantragt und gehofft, dass die neuen Tarife bereits zur Wiesn gelten könnten.

Das KVR bestätigte, dass die Anträge derzeit geprüft würden. Bis zu einem notwendigen Beschluss der Vollversammlung des Stadtrates werde es allerdings noch dauern. Deshalb sei eine Erhöhung bis zur Wiesn ausgeschlossen.

Der „Taxi Verband München“ (TVM) - mit nur einigen hundert Mitgliedern - hatte im Mai Preissteigerungen um bis zu 16,5 Prozent und neue Zuschläge gefordert. Die mit 1900 Unternehmen deutlich größere „Taxi München Genossenschaft“ zog mit einem eigenen Antrag auf höhere Preise nach. Sie kritisiert aber die Forderung nach Zuschlägen für Flughafenfahrten, Kredit- und EC-Kartenzahlung. Genossenschaftschef Frank Kuhle kündigte damals an, er werde eine Preiserhöhung um durchschnittlich zehn Prozent beantragen. Damit solle die Inflationsrate der vergangenen vier Jahre ausgeglichen werden, in denen die Taxipreise nicht gestiegen waren.

Wie die neuen Taxipreise ausfallen, stehe noch nicht fest, sagte KVR-Sprecher Kirchmann. Wie stark die Preise erhöht werden, hängt auch von der zurückgelegten Strecke ab. Der Vorschlag des TVM sieht beispielsweise für eine Strecke von fünf Kilometern eine Erhöhung um 12,3 Prozent auf dann 14,10 Euro, für 30 Kilometer um 16,5 Prozent auf dann 54,10 Euro vor.

Philipp Vetter

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