Er darf heuer keine Brezn verkaufen

Stadt verbietet sein Standl

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Walter Höfling ist sauer auf die Stadt

München - Vier Jahre lang hat Walter Höfling mit seinem Standl an der Mozartstraße die Wiesn-Besucher mit Brezn, Leberkas und Bratwürstln versorgt. Hat. Aber heuer ist Schluss.

Denn: Die Stadt hat ihm heuer keine Konzession für das Standl erteilt. Grund: Man fürchtet, dass das Beispiel Schule machen könnte.

An der Mozartstraße wurde das Standl gestoppt

Es ist ein Privatgrundstück, das Höfling bislang für sein Standl gepachtet hatte. Als er heuer wieder die Genehmigung beantragte, lehnte die Lokalbaukommission ab. Zu den Gründen heißt es in dem Schreiben, das Höfling bekam: „Die Errichtung von Stellplätzen und das Aufstellen von Imbisswagen im Vorgartenbereich des Gebäudes fügt sich nach § 34 Abs. 1 BauGB nicht in die Eigenart der näheren Umgebung ein.“ Das Grundstück befindet sich innerhalb eines Gebietes mit Ensembleschutz, zwischen Wiesn und Lindwurmstraße. Also im Prinzip Denkmalschutz. Höfling ist fassungslos: „Es geht doch nur um zwei Wochen und nicht darum, dass man das ganze Jahr hier ein Imbiss-Standl stehen hat.“ Mit dieser Begründung könnte auch kein Klassik-Open-Air am Königsplatz stattfinden.

An der Hackerbrücke sind die Buden weiterhin erlaubt

Die Stadt fürchtet aber, dass eine Konzession für Höfling zu „Folgeanträgen führen könnte.“ Und: Das Viertel sei „aus denkmalschutzrechtlichen Gründen sensibel“. Die Fassaden-Ansicht würde durch solche Standl „disharmonisch gestört“.
Mit anderen Buden hat die Stadt derweil keine Probleme, etwa vor dem italienischen Restaurant an der Hackerbrücke. Dazu das KVR: „Wenn es für eine Fläche eine Gaststättenkonzession gibt, ist das rechtens.“

J. Welte

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