Stadt beschließt Glasflaschen-Verbot

Wiesn: Ausg’flaschelt is!

München - Wer dieses Jahr sein Bier mit auf die Wiesn nehmen will, muss sich auf Ärger gefasst machen. Die Stadt verbietet das Mitbringen von Getränken in Glasflaschen.

. Ausg’flaschelt is! Auch das Betteln wird jetzt ausdrücklich verboten. Beides beschloss der Kreisverwaltungsausschuss.

Tatsächlich sind Scherben auf der Wiesn besonders gefährlich. Jedes Jahr ziehen sich Hunderte von Festgästen Schnittwunden an den Füßen zu. Flip-Flops oder hochhackige Sandalen – und dazu Leute, die aus der Flasche vorglühen: eine gefährliche Kombination. Vor allem junge Wiesn-Gäste bringen ihre erste Alkohol-Ration immer häufiger in Flaschen mit: Bier, Wein, Schnaps oder Sekt – und die Flaschen landen auf den Boden und gehen zu Bruch.

Die Strahlkraft der Wiesn: Ungewöhnliche Bilder

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„Es kommt verstärkt zu Schnittverletzungen“, heißt es vom Kreisverwaltungsreferat. Was den Ordnungshütern auch Sorge bereitet: „Herumliegende Flaschen können als Wurfgeschosse missbraucht werden.“ Der Kreisverwaltungsausschuss beschloss deshalb, dass Glasflaschen nicht mehr auf die Wiesn mitgebracht werden dürfen. Ausgenommen ist der Lieferverkehr, denn in den Zelten wird das Limo fürs Radler oder Mineralwasser aus Glasflaschen eingeschenkt, von Schampus oder Wein ganz schweigen. Bei den Wirten kommt das Verbot gut an: „Wenn es der Sicherheit dient, ist das sinnvoll“, so Wirte-Sprecher Toni Roiderer.

Auch ein anderes Ärgernis wollen die städtischen Ordnungspolitiker stoppen: Organisierte Bettlerbanden suchten das Oktoberfest in den vergangenen Jahren zunehmend heim. Bislang gab es kein ausdrückliches Bettel-Verbot fürs Oktoberfest. Darum wurde dies nun in die Oktoberfest-Verordnung der Stadt aufgenommen.

Die Wiesn-Bierpreise seit 1810

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Familien wird freuen, dass dafür ein anderes Verbot gelockert wird: Die Oide Wiesn sowie das Zentrale Landwirtschaftsfest dürfen künftig mit dem Kinderwagen besucht werden, wenn man von Süden her das Gelände betritt. Für das restliche Wiesn-Areal ist und bleibt das verboten.

J. Welte

Rubriklistenbild: © Westermann

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