Wiesn: Nur noch ein Taxistand, mehr Kontrollen

Eingezeichnet auf dem Plan: die Halteverbote und der Sperrriegel um die Wiesn. Im Artikel finden Sie einen Link zur Großansicht oder zum Download der Datei (pdf).

München - Wegen der erhöhten Terrorgefahr auf der Wiesn sind die Sicherheitsmaßnahmen verschärft worden. So gibt es nur noch einen Taxistand, Autofahrer müssen ihre Dokumente vorzeigen.

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Am Montagvormittag äußerten sich Innenminister Joachim Herrmann, OB Christian Ude, Münchens Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer und Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle auf einer Pressekonferenz zum verschärften Sicherheitskonzept.

Herrmann sagte, nach den jüngsten Videobotschaften sei in München von einer erhöhten Terrorgefahr auszugehen - auch wenn es keine konkreten Hinweise für einen Anschlag gebe. Auf zwei Videoveröffentlichungen seien auch Bilder vom Oktoberfest aufgetaucht. "Diese Videos begründen nach Einschätzung der Experten eine Erhöhung der Terrorgefahr in Deutschland", so der Minister. "Es gibt aber keinen Grund, in Panik zu verfallen", betonte Herrmann.

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Willhelm Schmidbauer ergänzte, dass in München zwei Personen leben, die direkten Kontakt zu dem Sprecher in dem Drohvideo haben. Die beiden wurden bis zum Ende der Wiesn vorsorglich in polizeilichen Gewahrsam genommen, ohne dass eine Straftat vorliegt. Sie bewegen sich im islamistisch-extremistischen Umfeld.

Nur noch ein zentraler Taxistand

Der Sperrriegel

Der Stadtplan von München, in dem der neue Sperrbereich um die Wiesn eingezeichnet ist (pdf-Format)

Seit gestern Abend ist ein äußerer Sicherheitsring um die Theresienwiese eingerichtet. Schmidbauer sagte: "Ich betone ausdrücklich, kein Berechtigter wird ausgesperrt. Die Zufahrt wird aber erst nach einer Kontrolle erlaubt." Anwohner oder Lieferanten zum Beispiel sollen Führerschein, Kfz-Schein und erforderliche Einfahrtserlaubnis mitführen. Besucher dürfen keinesfalls an der Wiesn parken. Am Montagvormittag ist es wegen der Kontrollen im gesamten Bereich um die Theresienwiese zu einem Verkehrschaos gekommen.

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Sämtlich Taxistandplätze, u.a. am Haupteingang und an der Bavaria, würden auf den Omnibusparkplatz südlich der Theresienwiese verlegt. Die Busparkplätze dort werden laut Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle reduziert. Ausweichmöglichkeiten für Busse seien zum Beispiel die Parkplätze in der Hansastraße und an der Allianz Arena.

"Lassen Sie größere Rucksäcke zuhause"

Rund um die Theresienwiese richtet man weitere Halteverbote ein. "Verzichten Sie bei ihrem Wiesn-Besuch auf ihren Pkw, fahren Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln und lassen Sie auch größere Rucksäcke und Taschen zuhause", rät Polizeipräsident Schmidbauer.

Ude: "Ich gehe weiter auf die Wiesn"

Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) beruhigte die Oktoberfestbesucher: "Ich werde in den nächsten Tage wiederum auf die Wiesn gehen wie auch vergangene Woche", berichtete er den Medienvertretern. Alle Maßnahmen seien in vollem Einvernehmen geschlossen worden sein. Ein hundertprozentige Sicherheit könne aber nicht erreicht werden. Man sei sich bewusst, dass sich viele - Besucher, Schausteller - von den Maßnahmen beeinträchtigt fühlen, andere wiederum massivere Kontrollen fordern.

mm

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