Sepp Krätz 2012 wohl doch auf der Wiesn

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Sepp Krätz wird voraussichtlich auch dieses Jahr der Wirt des Hippodroms auf dem Oktoberfest sein

München - Sepp Krätz wird voraussichtlich auch dieses Jahr der Wirt des Hippodroms auf dem Oktoberfest sein. Die Ermittlungen gegen ihn sind offenbar so komplex, dass Ergebnisse nicht rechtzeitig vorgelegt werden können.

In den vergangenen Monaten war spekuliert worden, Krätz könnte von der Stadt nicht als Wirt zugelassen werden, weil gegen ihn wegen eines möglichen Steuervergehens ermittelt wird. Die Staatsanwaltschaft hatte mehrfach Geschäfts- und Privaträume von Krätz und seinen Angehörigen durchsucht.

Die Steuerfahndung habe nun einen Zwischenbericht vorgelegt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München unserer Zeitung. Darin heißt es allerdings, dass noch kein abschließendes Ergebnis vorliege, ob die Ermittlungen zu einer Anklage gegen Krätz führen werden. Es handle sich um komplexe Ermittlungen, die noch andauerten. In Justizkreisen gilt es nun als sehr unwahrscheinlich, dass über die Anklageerhebung entschieden wird, bevor der Stadtrat Anfang Mai über die Zulassung der Oktoberfestwirte berät. Es gilt als sicher, dass Krätz die Zulassung für die Wiesn 2012 bekommt, wenn bis zur Stadtratsentscheidung keine Anklage gegen ihn erhoben wurde.

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Während Krätz wegen des Steuerverfahrens noch bangen muss, hat die Polizei auch gute Nachrichten für ihn. Die Ermittlungen gegen drei Sicherheitsleute, die in Krätz’ Hippodrom zwei Gäste verprügelt haben sollten, wurden eingestellt, bestätigte Polizeisprecher Wolfgang Wenger unserer Zeitung. Es habe sich herausgestellt, dass die von den Gästen erhobenen Vorwürfe nicht den Tatsachen entsprechen könnten. Es gebe aber derzeit keine Ermittlungen wegen des Vortäuschens einer Straftat gegen die Gäste.

Der Aschheimer Andreas K. hatte behauptet, die drei Sicherheitskräfte hätten ihn und seinen Cousin bei einem Besuch im Hippodrom am letzten Wiesn-Samstag 2011 verprügelt, weil die beiden nicht genug konsumiert hätten. Dabei soll Andreas K. unter anderem die Nase gebrochen worden sein. Krätz hatte die Vorwürfe nach Rücksprache mit seinen Angestellten stets bestritten. Die Polizei gab ihm nun recht, indem sie das Verfahren gegen die Sicherheitsleute einstellte. Krätz war von den Ermittlungen gegen die Mitarbeiter des externen Sicherheitsdienstes zwar nur indirekt betroffen. Weil er selbst aber wegen Körperverletzung vorbestraft ist, hatten die Vorwürfe für viel Wirbel gesorgt. Krätz war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Von Philipp Vetter

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