Stall-Einweihung der Spaten-Brauereirösser

Ein Segen für die Wiesn-Pferde

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Wiesn-Pfarrer Pater Paul (im Foto mit Brauerei-Verkaufs-Chef Bernhard Klier) segnet den neuen Stall der acht Brauereirösser in Egling.

Egling - Sie sind schön gestriegelt und unheimlich stark. Jetzt haben die acht Wiesn-Pferde der Spaten-Brauerei auch noch den Segen von ganz oben.

Die Kaltblüter durften am Samstag ihren neuen, modernen Stall auf dem Zengerle-Hof in Egling (Landkreis Wolfratshauen) beziehen. Mehrere Hundert Gäste – darunter Wiesnwirte, Brauereivertreter und Wiesn-Stadtrat Helmut Schmid – kamen zur festlichen Einweihung. Höhepunkt: die Stallsegnung durch Wiesn-Pfarrer Pater Paul.

So sieht ein Spaten-Kaltblüter mit Bierwagen aus, wenn er herausgeputzt ist.

Vom Leonhardi-Ritt bis zum Einzug auf dem Dachauer Volksfest: Bei rund 50 Veranstaltungen pro Jahr zeigen sich die 1000 Kilogramm schweren belgischen Brabanter-Hengste von ihrer besten Seite. „Bis ein Ross mit dem Schlauch geduscht und mit speziellem Pferdeshampoo gewaschen ist, dauert es eine Stunde“, erklärt Spaten-Chef Günter ­Kador. Die Kaltblüter bräuchten das ganze Jahr über viel Auslauf. „Das sind Arbeitstiere. Wenn keine Veranstaltung ansteht, sind sie bei Kutschenfahrten oder beim Holzrücken im Wald im Einsatz.“

Der prestigeträchtigste Job ist freilich der auf dem Oktoberfest. Jeden Tag steht das Gespann dann vor einem anderen Zelt, in dem Spaten ausgeschenkt wird, und lässt sich tätscheln und fotografieren. Brauereichef Kador: „Jedes Pferd kann 3000 Liter Bier ziehen – da können Bedienungen nicht mithalten. Gleichzeitig sind diese Kaltblüter auch vom Charakter her sehr ruhig und halten den Trubel gut aus.“

Die Brauerei ist sehr stolz auf ihre eigenen Pferde. „Die meisten Brauereien mieten sich von Bauern Pferde für Veranstaltungen. Uns gehören unsere Rösser“, sagt Kador. „Wir gehören zwar zum weltgrößten Bierkonzern Anheuser-Busch. Aber wie man sieht, halten wir Tradition trotzdem hoch.“

Nina Bautz

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