Nach umstrittener Zelt-Vergabe

Roiderer: Able ist in der Pflicht

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Er will wieder Frieden: Toni Roiderer vor seinem Hackerzelt.

München - Beleidigungen, böse Gerüchte und Verschwörungstheorien: Der Kampf um die Nachfolge von Sepp Krätz mit seinem Hippodrom hat hinter den Kulissen tiefe Gräben hinterlassen. Die tz sprach mit Toni Roiderer.

Siegfried Able.

Seit Montag steht der vor allem bei Wirten umstrittene Gastronom Sigi Able (49) als neuer großer Wirt fest. Wie geht’s jetzt weiter? Die tz hat darüber mit Wiesnwirte-Sprecher Toni Roiderer gesprochen.

Herr Roiderer, das waren bewegte Wochen – für Herrn Able und die übrigen Wiesn-Wirte …

Roiderer: Wir haben uns halt gewundert, warum sich jemand schon im Dezember so sicher ist, das große Zelt zu bekommen, dass er sich mit dem kleinen Zelt nicht mehr bewirbt. Dass sich das dann so aufgebaut hat, daran ist Herr Able aber nicht unschuldig.

Wieso?

Roiderer: Hätte Herr Able von Anfang an mehr mit uns geredet, wären manche Unklarheiten gar nicht erst aufgekommen. Er hat ja nicht mal mit seinem Vorgänger, Herrn Krätz, geredet oder Überlegungen gezeigt, das Hippodrom zu übernehmen.Das hat viele verärgert – und deshalb lief das alles nicht immer ganz fair ab.

Das heißt, Ables Anfang als großer Wirt wird nicht leicht …

Roiderer: Wir werden bald darüber reden, ob er in die Vereinigung der Wiesn-Wirte reinkommt. Aber prinzipiell wollen wir jetzt Frieden und gut mit ihm auskommen. Wir Wirte sind eine tolle Mannschaft. Wer weiß?! Vielleicht wird aus Herrn Able noch ein guter Teamspieler. Aber dann muss er auf uns zukommen und mit uns reden.

Ein Problem aber bleibt noch. In den vergangenen Wochen gab es ja auch viel Kritik am städtischen Punktesystem für die Vergabe der Zelte.

Roiderer: Ja, nicht einmal wir Wirte selbst wissen, worauf es da genau ankommt und wir erfahren auch nicht, wie wir abgeschnitten haben. Warum einige Traditionszelte heuer schlechter abgeschnitten haben, ist auch nicht klar. In der Zukunft gäbe es weniger Probleme, wenn das System transparenter wäre.

Nina Bautz

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