Diese Riesen-Poller sollen die Wiesn schützen

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Diese Betonsäulen sollen rollende Bomben aufhalten

München - Seit vergangener Woche stehen diese zwei Meter hohen Säulen aus Beton an den Eingängen zur Theresienwiese Spalier. 50 Poller und 70 Blumentröge sollen die Wiesn schützen.

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Mit etwas Fantasie könnte man die Poller für Kopien der dorisch-griechischen Säulen der Ruhmeshalle an der Bavaria halten. Doch diese Beton-Poller sind eine Schutzmaßnahme der Stadt gegen einen Terror-Angriff auf das Oktoberfest.

Voriges Jahr hatte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nach dubiosen Drohungen im Internet Terror-Alarm ausgerufen und das Oktoberfest mit Lastern, Mannschaftsfahrzeugen, Müllautos und Bussen absperren lassen sowie Polizisten als Wachmänner eingesetzt (wir berichteten).

Da Experten Terror-Angriffe nach wie vor für möglich halten, soll die Wiesn langfristig mit 170 Stahl-Pollern vor Anschlägen mit Sprengstoff-beladenen Autos geschützt werden. Einige der Sperren sollen versenkbar installiert werden, damit Lieferfahrzeuge passieren können. Bis zum heurigen Jubiläums-Oktoberfest konnte die Stadt die Poller aber nicht mehr einbauen lassen. Als Ersatz werden nun 50 Riesen-Poller aufgestellt. Sie bestehen aus je zwei Kanalrohren mit einem Durchmesser von einem Meter und einem Kanal-Deckel aus Beton. Das Tourismus-Amt soll die Säulen mit Plakaten bekleben lassen, damit sie wie Litfaß-Säulen aussehen. Im Bereich der Wiesn werden laut KVR außerdem Fahrzeuge stationiert, mit denen die Durchfahrten in der Mitte der Beton-Poller geschlossen werden können. Außerdem stellt die Stadt 70 Blumentröge auf, um die acht Zufahrten zum Festgelände zu verschwenken. An der Hans-Fischer-Straße werden Betonleitplanken aufgestellt. Die Aufbauten kosten zusammen rund 278 000 Euro.

In einem äußeren Ring zwischen Trappentreu-, Landsberger, Paul-Heyse-, Lindwurm- und Ridlerstraße dürfen während der Wiesn heuer nur noch Anlieger einfahren. Eine Fahrzeug-Kontrolle findet am äußeren Ring aber nicht statt. Dies Anlieger brauchen keine Einfahrgenehmigung, es sei denn, sie wohnen direkt am Bavariaring oder an der Straße Theresienhöhe. Auch Lieferanten, die auf die Wiesn wollen, brauchen diesen Sonder-Ausweis. An den Zufahrten zum Festgelände werde Schranken stehen, an denen Polizisten die Fahrziege kontrollieren.

Die Rikschas bekommen heuer Standplätze in der Kobell- und Schubertstraße sowie am Sankt-Pauls-Platz zugewiesen, Taxis dürfen nur noch am Herzog-Heinrich-Platz halten.

Johannes Welte

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