Der Regen war´s: Weniger als 1 Million Besucher zum Wiesn- Start

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Aufgrund des schlechten Wetters blieb die Zahl der Wiesn-Besucher zum ersten Wochenende hinter der erwarteten 1-Million-Grenze zurück.

München - Das Wetter hat nun doch nicht ganz mitgespielt: Nach dem fulminanten Oktoberfest-Start bei strahlend blauem Himmel fiel der Sonntag ins Wasser.

Rekordverdächtiger Andrang am Samstag, Flaute am Sonntag: Das Münchner Oktoberfest hat zum Auftakt ein wetterbedingtes Wechselbad erlebt. Die Zahl der Besucher am ersten Wochenende blieb nach Schätzungen der Festleitung unter einer Million, und im Vergleich zu anderen Jahren ging auch der Bierkonsum zurück. Weniger als eine Million Maß rannen durch durstige Kehlen. Die Gäste verzehrten auch weniger. Trotzdem wurden insgesamt unter anderem neun ganze Ochsen verspeist.

“Der Auftakt war wechselhaft“, fasste Festleiterin Gabriele Weishäupl zusammen. Am Samstag strömten zum Auftakt bei strahlendem Sonnenschein mindestens eine halbe Million Menschen zur Theresienwiese, “vielleicht sogar mehr“. Am Sonntag hingegen blieben bei strömendem Regen viele zu Hause.

Die Polizei meldete eine normalen Verlauf. Wie immer gab es erste Maßkrugschlägereien. Für eine 17-Jährige und einen 35-Jährigen ist die Wiesn deshalb heuer schon gelaufen: Sie bekamen ein Betretungsverbot. Auch die ersten Taschendiebe wurden gefasst.

Für die Helfer der Sanitätsstation des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) blieb es am Sonntag eher ruhig. Dafür mussten sie am Samstag rund 870 Patienten helfen, 100 mehr als im Vorjahr. 74 davon mussten wegen Alkoholvergiftung behandelt werden, im Vorjahr waren es 70. Die erste Bierleiche gab bereits es drei Stunden vor der offiziellen Eröffnung des Festes: Ein 20-jähriger Germeringer schaffte es nicht einmal ins Bierzelt, sondern brach schon beim Warten auf den Einlass zusammen.

Wiesnchefin Weishäupl warnte vor dem “besorgniserregenden Trend“, dass junge Besucher schon im Morgengrauen vor den Zelten vorglühen. “Es scheint auch schon Event zu sein, sich im Dunkeln auf der Theresienwiese zu treffen“, sagte sie. “Wir haben hier eine Entwicklung, die man kontrollieren muss.“ Möglicherweise müsse die Öffnungszeit der Zelte am Wochenende doch wieder auf 10.00 Uhr verlegt werden. Seit einigen Jahren öffnen die Zelt dann schon um 9.00 Uhr - man hatte gehofft, damit den Andrang zu entzerren.

Am ersten Wiesn-Wochenende kommen traditionell viele Münchner - natürlich in Tracht. Mittlerweile setze sich aber auch bei den Gästen von auswärts die Tracht durch, sagte Weishäupl. Touristen kleideten sich teils noch auf den Weg zur Wiesn mit Dirndl und Lederhose ein. Bestens kam der nostalgische Festbereich der “Oidn Wiesn“ an. In den Festzelten sei bei traditioneller Blasmusik entspannt gefeiert und getanzt worden. Besucher hätten dort problemlos einen Platz gefunden. In den großen Zelten der Wirtsbudenstraße waren die Zelte hingegen vor allem am Samstag vielfach wegen Überfüllung geschlossen.

dpa

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