Razzia im Hackerzelt - Ordner unter Verdacht

+
Ein Blick ins Hackerzelt (Archivfoto)

München - Razzia bei Wirtesprecher Toni Roiderer im Hackerzelt! Am Dienstag haben 20 Zollbeamte von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit über fünf Stunden lang mitten im Zelt alle 540 Bediensteten kontrolliert.

Und tatsächlich: Bei mehreren Security-Angestellten müssen die Beamten nun noch etwas genauer nachforschen …

Sie kamen in Uniform um 9.30 Uhr, als das Zelt noch geschlossen war. Einige machten sich laut Toni Roiderer im Büro an die Arbeit, andere nahmen in einer Box am Rand Platz, um die Angestellten einzeln auflaufen zu lassen. Laut Zoll hatten einige der Mitarbeiter ihre Ausweise nicht dabei. Da das aber Pflicht ist, müssen diese jetzt einen kleinen Betrag wegen einer Ordnungswidrigkeit bezahlen. Roiderer: „Die Ausweise reichen die Mitarbeiter bis Donnerstag nach.“

Lageplan: Alle Festzelte im Überblick

Weitaus problematischer: Der Zoll hat nach der Überprüfung den Verdacht, dass bei mehreren Security-Ordnern eine Scheinselbstständigkeit bestehen könnte, beziehungsweise die Mindestlöhne unterschritten sein könnten. Ein böser Verdacht, der ernste Folgen haben kann.

Die Wiesn-Bierpreise seit 1810

Die Wiesn-Bierpreise seit 1810

„Ich bin total entspannt“, sagt indes Wirt Roiderer zur tz. „Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Bei meinen Mitarbeitern haben sie nichts zu beanstanden. Und das Security-Unternehmen, das ich beauftragt habe, hat im Vertrag unterschrieben, dass sie die Verantwortung für solche Dinge alleine trägt. Mehr kann ich nicht machen.“

Der Einzug der Wiesn-Wirte

Der Einzug der Wiesn-Wirte

Die betreffende Firma Paxus Security verweist auf ihre vier Subunternehmen. „Ich zahle 8,14 Euro brutto. Ich weiß nicht, was die zahlen“, sagte Paxus-Security-Chef Manuel Ivancic am Dienstag. Um wen es sich bei diesen Subunternehmen handelt, wollte er nicht sagen. Ohnehin handele es sich da um Missverständnisse. „Es kann sein, dass die Mitarbeiter Netto-Beträge genannt haben und auch andere Fragen nicht richtig beantwortet haben.“

Toni Roiderer vermutet als Anlass für die Razzia einen Hinweis von einer konkurrierenden Überwachungsfirma, „eine Denunzierung“.

nba./ dop.

Die kürzesten Dirndl der Wiesn

Die kürzesten Dirndl der Wiesn

Auch interessant:

Lesen Sie auch:

Mehr Luft, mehr Platz: So wird die neue Ochsenbraterei

Mehr Luft, mehr Platz: So wird die neue Ochsenbraterei

Roiderer: „Wir jammern nicht, weil wir gutes Geld verdienen“

Roiderer: „Wir jammern nicht, weil wir gutes Geld verdienen“

Preislimit beim Wiesn-Bier: Entscheidung vertagt

Preislimit beim Wiesn-Bier: Entscheidung vertagt

Die geheime Wiesn-Liste: Wer es geschafft hat - und wer nicht

Die geheime Wiesn-Liste: Wer es geschafft hat - und wer nicht

Kommentare