Rauchverbot im Bierzelt: Beim Gäubodenfest ziehen alle mit

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Beim Straubinger Gäubodenfest soll das Rauchverbot im Bierzelt umgesetzt werden

Straubing - Vor dem Straubinger Gäubodenfest hielten sich hartnäckig Gerüchte, dass es vielleicht eine Ausnahme geben könnte. So wie auf der Münchner Wiesn. Doch jetzt ziehen alle an einem Strang.

Es ging eng zu in Straubing beim Volksentscheid am 4. Juli. Mit nur 56 Prozent Ja-Stimmen, war die Entscheidung für strikteren Nichtraucherschutz in der Gäuboden-Metropole deutlich knapper als im Landesdurchschnitt. Und noch enger sah’s in einigen niederbayerischen Nachbarlandkreisen aus. Deshalb war man in der Region gespannt, wie das neue Gesetz nun beim Gäubodenfest umgesetzt wird. Rund 1,2 Millionen Besucher werden ab 13. August zu Bayerns zweitgrößtem Volksfest erwartet – und damit ein echter Härtetest fürs Rauchverbot, das ab 1. August jetzt auch in Bierzelten gilt.

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Doch zunächst hielten sich hartnäckig Gerüchte, dass es vielleicht eine Ausnahme geben könnte. So wie auf der Münchner Wiesn. Dort will man dieses Jahr – wegen des 200-Jahr-Jubiläums – noch einmal beide Augen zudrücken und auf Kontrollen und Sanktionen verzichten. Aber daran denkt bei den Verantwortlichen in Straubing niemand: Stadt, Festwirte und die Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH erteilten der Ausnahmegenehmigung eine deutliche Absage: „Das absolute Rauchverbot wird beim Gäubodenvolksfest umgesetzt“, meinte ein Sprecher.

Gemeinsam wurde ein Maßnahmenkatalog entwickelt, der den Wirten bei der Umsetzung helfen soll:

  • Auf das Rauchverbot wird in den Zelteingängen und und Festzelten deutlich hingewiesen.
  • In den Zelten werden keine Tabakwaren mehr verkauft.
  • Außerdem werden regelmäßig Durchsagen gemacht, die auf das Rauchverbot hinweisen.
  • Die Zahl der Sicherheitskräfte wird erhöht und entsprechend geschult. Entsprechende Einweisungen gibt es auch für die Bedienungen. „Trotz der Verstärkung der Sicherheitskräfte, so Günter Reimann (43), der Geschäftsführer der Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH, „wird es aber keine Raucherpolizei geben. Die Einhaltung des Rauchverbotes wird von den Sicherheitsbehörden nur im Rahmen der üblichen Begehungen kontrolliert werden.“ Dass es mit angetrunkenen Gästen Probleme geben könnte, fürchtet Reimann nicht. „Wir setzen auf das Fingerspitzengefühl und Augenmaß von Sicherheitskräften und Gästen.“ Ganz auf ihre Zigarette verzichten müssen Raucher auf dem Gäubodenvolksfest trotzdem nicht. Reimann: „Es gibt genügend Biergärten. Unter freiem Himmel darf man selbstverständlich rauchen.“ Mit finanziellen Einbußen rechnet in Straubing übrigens niemand wegen des Rauchverbotes. Reimann: „Das Gäubodenfest ist eine Marke, die immer attraktiv bleiben wird – daran ändert auch ein Rauchverbot nichts.“

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