Premiere: Kleine Wiesn-Wirte präsentieren Krug

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Die "kleinen" Wiesn-Wirte haben heuer auf der Wiesn ihre eigenen Krüge.

München - Premiere auf dem Oktoberfest: In diesem Jahr haben die sogenannten kleinen Wiesn-Wirte zum ersten Mal ihren eigenen Bierkrug.

“Das ist ein Symbol für unsere Zusammengehörigkeit“, sagte der Sprecher der kleinen Wiesenwirte, Hanns-Werner Glöckle, am Donnerstag bei der offiziellen Präsentation in München. Der Krug ist blau und bunt verziert, aber er ist kein Maßkrug. Nur 0,75 Liter Bier passen hinein - das ist für Wiesn-Verhältnisse ziemlich wenig. In einer Auflage von 3000 Stück wurde der Sammlerkrug produziert, dazu gibt es noch einmal ebenso viele kleine 0,25-Liter-Krüge. Die große Version kostet 11,11 Euro, die kleine 7,77.

Vor neun Jahren schlossen sich die mittleren und kleinen Wirtsbetriebe auf dem Oktoberfest zu den “kleinen Wiesn-Wirten“ zusammen. Die Idee zum gemeinsamen Bierkrug sei aus der Not heraus geboren, sagte Glöckle. Bei offiziellen Auftritten und Einladungen fehlte immer das passende Gastgeschenk. “Der Roiderer hat seinen Krug immer dabei gehabt“ - er selbst habe dann immer mit leeren Händen dagestanden.

Die Wirte der großen Oktoberfest-Zelte mit ihrem Sprecher Toni Roiderer haben ihren Krug bereits Ende Juli vorgestellt. Auch die Stadt hat den offiziellen Oktoberfest-Krug bereits medienwirksam der Öffentlichkeit präsentiert. Wiesn-Stadtrat Helmut Schmid freute sich zwar über den gemeinsamen Bierkrug der “Kleinen“, stellte aber auch die Frage: “Muss diese Inflation der Bierkrüge sein?“ Er sei dennoch überzeugt, dass “der Krug der kleinen Wiesn-Wirte schon passen wird“.

Ursprünglich wollten die “kleinen“ Wirte ihren Krug übrigens in einem ihrer Betriebe direkt auf der Wiesn vorstellen - das wäre einem kleinen Skandal gleichgekommen. Privatveranstaltungen sind auf dem Oktoberfestgelände verboten. “Das wussten wir gar nicht“, sagte Glöckle.

dpa

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