Angst vor Terroranschlägen

Polizeichef zu Wiesn-Gästen: "Sie können sich auf uns verlassen"

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Er möchte allen Zweiflern Mut machen: Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä (r.) bedauert, dass zwei Trachtenvereine und Regine Sixt für die Wiesn 2016 abgesagt haben.

München - Bei einigen Wiesn-Gängern wird heuer die Angst vor Terroranschlägen in den Köpfen sein. Deshalb hat sich nun Münchens Polizeipräsident an die Oktoberfest-Gäste gewandt.

Er liebt die Wiesn, die Münchner und ihre Traditionen. Mit Sorge beobachtet Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä seit einigen Tagen, dass Ängste und schleichende Zweifel im Begriff sind, die Vorfreude auf die Wiesn zu vergiften. 

Zwei Vereine – der traditionsreiche Trachtenverein Bernried mit 65 Teilnehmern und vielen Kindern sowie die Schwälmer Tanz- und Trachtengruppe Loshausen – haben ihre Teilnahme am Trachtenumzug abgesagt. Und auch die Unternehmerin Regine Sixt hat „schweren Herzens“ ihre legendäre Damenwiesn im Marstall abgesagt. Sie könne die Verantwortung für die Sicherheit ihrer Gäste unter diesen Umständen nicht tragen.

Die Umstände – das sind der Moosacher Amoklauf und die Terror-Angriffe in Würzburg und Ansbach, die nun mal in den Köpfen sind und Unsicherheit verbreiten. Zeit für ein präsidiales Machtwort. Und so setzte sich Hubertus Andrä am Mittwoch hin und schrieb drei Wochen vor dem Wiesn-Start ein Statement, um allen Aktiven, den Münchnern und den Gästen aus aller Welt Mut zu machen und unbegründete Ängste zu nehmen:

Andrä: Kein Hinweis auf eine konkrete Anschlagsgefahr

„Aus polizeilicher Sicht besteht derzeit keine Veranlassung, von einem Wiesn-Besuch Abstand zu nehmen. Aus diesem Grund nehme ich die bekannt gewordenen Absagen mit Bedauern zu Kenntnis“, schreibt Andrä. Und weiter: „Nach wie vor liegt uns kein Hinweis auf eine konkrete Anschlagsgefahr während des Oktoberfestes vor. Mit der latenten Gefahr leben wir jetzt schon seit vielen Jahren. Diese Situation hat sich für dieses Jahr nicht verändert.“ Und dann kommt ein Versprechen: „Sie können sich auf eines verlassen: Die Polizei wird alles tun, um auch dieses Jahr wieder für die größtmögliche Sicherheit auf der Wiesn zu sorgen. Unser Sicherheitskonzept beginnt nicht erst am Einlass, sondern beinhaltet viele weitere Maßnahmen bis hin zum internationalen Informationsaustausch.“

Und darum möchte Hubertus Andrä die Wiesn-Gänger darin bestärken, ihre Gewohnheiten beizubehalten und sich die Lebensfreude nicht nehmen zu lassen. Denn das „spielt nur denen in die Karten, die die Situation für ihre politischen Ziele ausnutzen wollen.“

Dorita Plange

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