Polizei und KVR: Konzept für ein sicheres Fest

+
191 Poller sollen die Wiesn-Besucher schützen.

München - Noch drei Tage bis zur Wiesn! Die Bierzelte, Fahrgeschäfte und Standl stehen für den Ansturm der Gäste bereit. Auch die Münchner Polizei und das Kreisverwaltungreferat (KVR) sind gerüstet.

 „Anders als vor zwei Jahren gibt es heuer keine konkreten Hinweise auf einen Terroranschlag. Wir dürfen uns dennoch nicht bequem zurücklehnen“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, als er am Dienstag mit Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle und Vizepräsident Robert Kopp das Sicherheitskonzept vorstellte:

Antiterror-Poller: ­Genau 191 Stahl-Pfosten schützen das 178. Oktoberfest. An 16 Zugängen sind sie im Boden verankert. Sie sollen beispielsweise Terror-Laster aufhalten, die auf die Wiesn zudonnern. Die Kosten: knapp vier Millionen Euro.

Bilder vom Wiesn-Aufbau 2011

So wächst die Wiesn 2011

Taschendiebe: Die Fahnder haben ihr Augenmerk vor allem auf die organisierten Banden aus Osteuropa gelegt. „Lassen Sie ihre Taschen nicht aus den Augen“, appelliert Polizei­vizepräsident Kopp an die Besucher. Auch dieses jahr werden die Münchner Taschendiebfahnder wieder von Polizisten aus Berlin, Frankfurt sowie aus Österreich, der Schweiz, Belgien und Ungarn unterstützt. Während der Wiesn 2010 konnten die Fahndungsteams übrigens 60 Taschendiebe fassen, wobei in 17 Fällen ein organisiertes Handeln nachgewiesen werden konnte.

Betretungsverbote: Für 75 Maßkrugschläger, überwiegend aus München und Bayern, hat das KVR ein Betretungsverbot für die Wiesn ausgesprochen.

Sicherheits-Ring: Auch dieses Jahr gibt es drei Sperrringe. Der so genannte Mittlere Sperrring ist für Autos gesperrt, nur Lieferanten mit Sonderausweis dürfen rein.

Der Wiesn-Zelt-Vergleich

Bayern oder Ballermann: Wiesn-Zelte im Vergleich

Hackerbrücke: Um die großen Fußgängerströme von der S-Bahnhaltestelle zur Wiesn besser in den Griff zu bekommen, dürfen auf der Hackerbrücke keine Fahrräder abgestellt werden. Radl, die ab dem 17. September hier noch stehen, werden entfernt.

Entzerrung der Wiesn: Um die Besuchermassen auf dem Festgelände besser steuern zu können, gibt es drei Neuerungen. So wird der Reservierungswechsel vom Schützenfestzelt (bis 17 Uhr) und Winzerer Fähndl (bis 18 Uhr) zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden. Ziel ist es, den beengten Bereich bei diesen zwei Zelten zu entzerren. Desweiteren werden die Betriebe „Zur Bratwurst“ und der „Glöckle Wirt“ verlegt. Für die „Oide Wiesn“ sind heuer zwei Eingänge vorgesehen, weil es im Vorjahr am einzigen ­Eingang zu gefährlichem Gedränge kam.

Auch interessant:

Lesen Sie auch:

Mehr Luft, mehr Platz: So wird die neue Ochsenbraterei

Mehr Luft, mehr Platz: So wird die neue Ochsenbraterei

Roiderer: „Wir jammern nicht, weil wir gutes Geld verdienen“

Roiderer: „Wir jammern nicht, weil wir gutes Geld verdienen“

Preislimit beim Wiesn-Bier: Entscheidung vertagt

Preislimit beim Wiesn-Bier: Entscheidung vertagt

Die geheime Wiesn-Liste: Wer es geschafft hat - und wer nicht

Die geheime Wiesn-Liste: Wer es geschafft hat - und wer nicht

Kommentare