Nach Hippodrom Razzien bei Kuffler & Käfer

Zoll filzt Schicki-Micki-Zelte

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In Käfer’s Wiesnschänke hatte der Zoll nach der Razzia nichts zu beanstanden.

München - Nach der Zoll-Kontrolle im Hippodrom am Dienstag gab es am Mittwoch in den beiden anderen Schicki-Micki-Zelten Käfer und Weinzelt Razzien. 

Besucher zücken ihre Kamera, andere gucken verwirrt: Aufregung am Mittwoch auf der Wiesn. Vor dem Weinzelt und Käfer’s Wiesn-Schänke steht eine Truppe in dunkelgrüner Uniform. Einen Tag nach dem Hippodrom jetzt Razzien in den beiden anderen Schicki-Micki-Zelten!

Um 9 Uhr filzen 20 Zollbeamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit das Weinzelt von Wirt Stephan Kuffler: Etwa 100 Security-Mitarbeiter werden befragt, ihre Arbeitsverträge geprüft – es geht um die Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorschriften. „Der Zoll zeigt Präsenz auf dem Oktoberfest“, sagt Thomas Meister vom Münchner Hauptzollamt.

Was die Wiesn heuer kostet

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Vier Stunden später rücken die Beamten in Käfer’s Wiesn-Schänke ein. Hier kontrollieren sie Sicherheitsordner sowie das Toiletten-Personal. Meister: „Weil wir den Betrieb im Zelt mitten am Tag nicht lahm legen wollten, haben wir das Schankpersonal und die Bedienungen nicht überprüft.“ Bei den Sicherheitsordnern schauen die Beamten genau hin, ob die Mindestlohn-Grenze von 8,25 Euro eingehalten wird. Außerdem wird überprüft, ob alle Mitarbeiter sozialversichert sind und ob Schwarzarbeit besteht.

Wirt Michael Käfer befand sich zum Zeitpunkt der Razzia in einer Besprechung in der Innenstadt. Seine Geschäftsführerin Susanne Geimann sagte zur tz: „Die Kontrolle war natürlich nicht angekündigt. Die Beamten haben die Arbeitsverträge unserer Mitarbeiter mitgenommen. Aber man sagte uns bereits, dass alles vorbildlich laufe.“ Tatsächlich: Weder bei Käfer noch bei Kuffler hatten die Beamten etwas zu beanstanden.

Bereits einen Tag vorher hatte der Zoll die rund 300 Mitarbeiter im Hippodrom kontrolliert und beim externen Sicherheitsdienst etwas zu monieren.

Meister: „Diese Kontrollen sind verdachtsunabhängig.“ Soviel ist jedoch sicher: „Es wird nicht unser letzter Besuch auf der Wiesn gewesen sein."

C. Lewinsky, D. Plange

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