Bierpreis wirkt sich deutlich aus

Wie viel Trinkgeld geben Sie auf der Wiesn?

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Wiesn-Bedienung ist kein leichter Job, da hat man sich ein Trinkgeld verdient.

München - Weil die Mass heuer bis zu 9,85 Euro kostet, fällt das Trinkgeld deutlich knapper aus als noch im Jahr zuvor. Wir wollen wissen: Wie großzügig sind Sie auf der Wiesn?

Die Mass ist heuer teurer – und damit das Trinkgeld weniger: Den Bedienungen zufolge runden die meisten Gäste beim Bezahlen einer Mass auf zehn Euro auf. Wie berichtet kostet der Liter Bier dieses Jahr bis zu 9,85 Euro.

Ähnlich ist es im Hippodrom, wo die Mass 9,80 Euro kostet. „Zwar geben die meisten zehn Euro, dafür zahlen sie beim Essen mehr Trinkgeld“, berichtet eine Bedienung. „Der Münchner gibt eher elf Euro“, mit Hilfe eines Augenzwinkerns bekomme man auch von Touristen etwas mehr. „Und es sind immer mal wieder Gäste dabei, die fünf Euro drauflegen“. Auch Löwenbräu-Bedienung Brigitte nimmt’s gelassen: „Heuer haben wir halt Pech. Dafür hatten wir die letzten Jahre Glück und nächstes Jahr wahrscheinlich auch wieder.“ Zudem habe sie auch Gäste, die beim Verlassen des Biergartens am Ende ihres Wiesntages zusätzliche zwei Euro springen lassen würden. Auch Reisegruppen würden zuweilen nicht nur auf zehn Euro aufrunden: „Da kommt es darauf an, was der Reiseleiter seiner Gruppe sagt.“ Eine Bedienung in der Fischer Vroni sagt sogar: „Auch wenn wir heuer weniger Trinkgeld als die letzten Jahre bekommen, wir arbeiten hier ja nicht nur des Geldes wegen. Es geht auch um den Spaß.“

Die Wiesn-Bierpreise seit 1810

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Katharina Inselkammer, Wirtin im Armbrustschützenzelt, hat bislang nur wenig Klagen seitens ihrer Servicekräfte gehört: „Natürlich ist der Bierpreis von 9,85 Euro ungünstig für die Bedienungen, und einige von ihnen sind heuer nicht so zufrieden. Aber auf der anderen Seite kostet das Hendl bei uns 10,10 Euro. Das wiederum ist ideal, wenn man bedenkt, dass die Gäste aufrunden.“ Vor allem Stammgäste seien spendabel: „Die wollen jedes Jahr bei der gleichen Bedienung sitzen. Und die kriegt dann ihr Trinkgeld.“ andrea steiler und

Bettina Stuhlweissenburg

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