Nur noch zwei Tage bis zum Anstich

In den Startlöchern: Ude macht Wiesn-Rundgang

München - Der Countdown läuft: Nur noch zwei Tage bis zum Wiesn-Anstich. Zeitgleich findet auch das Zentrale Landwirtschaftsfest statt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren - wir haben ein Blick hinter die Kulissen geworfen.

Auf der Theresienwiese tummeln sich Bauarbeiter, Helfer, Standbesitzer und Wiesn-Wirte. Die Festzelte und Schmankerl-Buden sind aufgebaut, es duftet bereits nach gebrannten Mandeln. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, der zum Rundgang über die Theresienwiese eingeladen hat, ist erst am Morgen aus Berlin angereist. Bei der Begrüßung der ersten Wiesnbesucher kann er sich nur schwer von einem "Kulturschock" erholen, den er am Morgen im Flugzeug erlebt hat. Eine Stewardess habe ihn beim Verlassen des Flugzeuges gefragt, ob er denn auch zur "Wiesn-Eröffnung" gehen werde. Allgemeines Gelächter.

Danach stellen Ude und Wiesn-Chef, Wirtschaftsreferent Dieter Reiter, die wichtigsten Attraktionen des diesjährigen Oktoberfestes vor. Seit 1933 sorgt etwa der "Toboggan" für eine Super-Gaudi bei den Wiesn-Besuchern. Zuschauer amüsieren sich über komische Szenen bei der Auffahrt mit der Rutschbahn. Das 50 Meter hohe Riesnrad dagegen sei der "Ruhepol auf jedem Volksfest", so Geschäftsführerin Gabriele Willenborg.

Wiesn-Rundgang mit OB Ude und Wiesn-Chef Reiter

Wiesn-Rundgang mit OB Ude und Wiesn-Chef Reiter

Eine Geisterbahn darf auf dem Oktoberfest natürlich nicht fehlen. Der "Shocker" lädt heuer zu einer besonderen Wohnungsbesichtigung ein: Die Besucher fahren in Gitterwagen durch Räume, die Szenen aus dem Film "Der Exorzist" nachempfunden sind. Das ist nichts für schwache Nerven.

Das Familienplatzl hat in diesem Jahr mehrere Neuheiten zu bieten. So zeigt etwa das Belustigungsgeschäft "Lach+Freu-Haus" als neue Attraktion "bairische comoedi". Diese Fassadenspiele machen die Wiesn um ein kostenloses Schau-Vergnügen reicher.

Das Löwenbräuzelt zeigt heuer, dass Energiesparen auch bei den Wiesn-Wirten angesagt ist. Wirt Wiggerl Hagn und seine Tochter Stephanie Spendler haben längst auf LED-Beleuchtung umgestellt und testen dieses Jahr erstmals eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Zeltturms. Engeriesparsam werden auch die Lüftungs- und Fenstersteuerung betrieben.

Eine Besonderheit ist das diesjährige Zentrale Landwirtschaftsfest, das nur alle vier Jahre auf der Theresienwiese stattfindet und dem heuer die "Oide Wiesn" weichen musste. "Das Landwirtschaftsfest gehört zum Oktoberfest", betont Oberbürgermeister Christian Ude. Es sei ein Brückenschlag zwischen Land und Stadt. Bei der traditionellen Land- und Forstwirtschaftsausstellung sind neben Landwirtschaftsfahrzeugen auch Handwerkskünste zu bewundern. Doch ein Blick auf das Gelände zeigt: Hier ist noch eine große Baustelle. Paletten stehen herum, die Zelte werden dekoriert, manche sind noch ziemlich leer. Überall auf dem Gelände fahren Lkw, die etwa Pflanzen anliefern. Ob hier bis Samstag noch alles fertig wird?

Sehen Sie hier, wie sich die Theresienwiese bereits herausgeputzt hat.

Rubriklistenbild: © Marcus Schlaf

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