Die wichtigsten Regeln im Überblick

Hier wird zur Wiesn abgesperrt

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München - Während des Oktoberfests wird das Gebiet rund um die Theresienwiese für Autofahrer zur Sperrzone. Polizei und Stadt haben am Dienstag ihr Sicherheitskonzept vorgestellt – die wichtigsten Regeln im Überblick.

Nicht mit dem Auto kommen, die Handtasche im Griff behalten und keine Glasflaschen mitbringen – das sind praktische Tipps, die Stadt und Polizei den Wiesn-Gästen geben. Darüber hinaus müssen sich die Müncher auch heuer auf Beeinträchtigungen einstellen.

Drei Sperrringe

 Wie in den Vorjahren wird es drei Sperrringe geben (siehe Grafik), um Autos vom Oktoberfest fernzuhalten. Der innere Ring liegt direkt am Festgelände – hier werden nur Beschicker und Rettungskräfte durchgelassen. Bavariaring und Theresienhöhe bilden den mittleren Ring – hier braucht man eine Zufahrtserlaubnis. Der äußere Sperrring betrifft das Umfeld der Theresienwiese. Hier ist keine Genehmigung nötig, doch Autofahrer müssen ein Ziel innerhalb der Sperrzone haben. Die Behinderten-Parkplätze im Süden der Theresienwiese fallen wegen des Zentral-Landwirtschaftsfestes (ZLF) heuer weg – sie werden ersetzt durch Stellplätze an den Straßen.

500 Polizisten

Rund 300 Polizisten werden auf dem Wiesn-Gelände im Einsatz sein, 200 Beamte im Umkreis. Sie haben laut Polizeivizepräsident Robert Kopp ein spezielles Einsatztraining hinter sich. „Unsere Einschreitschwelle bei Gewalttaten wird sehr niedrig sein“, betonte er. 47 Betretungsverbote für potenzielle Straftäter gelten heuer. Besonders gewarnt wird vor Taschendieben – im letzten Jahr hatte es eine Steigerung von 45 Prozent bei solchen Diebstählen gegeben. Die Polizei hat 15 Kameras auf dem Gelände. Rund 1000 Ordnungskräfte werden zusätzlich in den Festzelten im Einsatz sein. Die Branddirektion nutzt ein Sonderfernsprechnetz, um Überfüllungen zu verhindern – heuer sind erstmals nicht nur die großen Zelte, die Behörden und die MVG angeschlossen, sondern auch 20 mittelgroße Betriebe. Die Wiesn-Feuerwache ist mit mindestens 14 Mitarbeitern besetzt, zudem wird in der Leitstelle und den Feuerwachen personell aufgestockt.

Kontrollen der Stadt

Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) schickt laut Referent Wilfried Blume-Beyerle acht Lebensmittelkontrolleure über die Wiesn, um die Hygiene und die Schankmoral in den Betrieben zu prüfen. „Auch das gehört für uns zur Brauchtumspflege“, sagte Blume-Beyerle. Zum ersten Mal sind dieses Jahr Glasflaschen auf dem Gelände verboten, genau wie das organisierte Betteln. Missachtungen dieser Verbote können mit bis zu 1000 Euro Bußgeld sanktioniert werden. Wie immer sind sowohl das KVR als auch die Polizei im Behördenhof direkt auf der Wiesn präsent.

Baustellen

Während des Oktoberfests soll es keine Baustellen im direkten Umfeld der Festwiese geben – dieser Plan geht heuer auf. „Alle Baustellen werden rechtzeitig geräumt“, sagt Dieter Glatz, Baustellenkoordinator im Baureferat. An einigen Stellen wird während der Wiesn eine provisorische Lösung geschaffen, danach geht es weiter. Das betrifft Fernwärme-Arbeiten an der Schillerstraße, den Bau einer Trafo-Station an der Schwanthalerstraße und die Sanierung einer Fußgängerunterführung an der Hans-Fischer-Straße. Während die Stadtwerke die ersten zwei genannten Baustellen provisorisch schließen, damit sie den Verkehr nicht behindern, bleibt die Unterführung auch während der Wiesn gesperrt.

Die Sanierungsarbeiten am Hauptbahnhof gehen auch während der Wiesn weiter – allerdings ohne Auswirkungen auf den Verkehr, wie ein Sprecher der Stadtwerke sagte. Auch im weiteren Umfeld des Oktoberfests war zuletzt noch gewerkelt worden – erhebliche Staus gab es zu Stoßzeiten etwa an der Lindwurmstraße. „Seit letzter Woche ist die Straße wieder frei“, sagt Glatz. „Auch für uns ist das Oktoberfest immer ein großer Fixpunkt, auf den wir hinarbeiten.“

Ann-Kathrin Gerke

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