Sperrenplan für das Oktoberfest

Sie leben in der Wiesn-Festung

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München - Abg’sperrt is! Das größte Volksfest der Welt bringt wieder jede Menge Verkehrsänderungen rund um die Theresienwiese mit sich. Der Sperrplan für das Oktoberfest und was die Anwohner dazu sagen:

Wenn am Samstag das Oktoberfest beginnt, gilt bis zum 7. Oktober das von der Stadt ausgetüftelte Regelwerk. Dabei ist die innere Sperrzone mit Bavariaring und Theresienhöhe wie im Vorjahr für Autos tabu. Mit diversen Vorsperren und Durchlasskontrollen wird die Wiesn sicher gemacht. Vor allem für die Anwohner bedeutet das Oktoberfest jede Menge Einschränkungen. Leben an und mit der Wiesn – die tz hat vier Münchner befragt.

Jetzt parkt uns keiner mehr zu

Ich denke die Sperrzone ist sehr sinnvoll. Bevor es sie gab, haben die Leute alle Einfahrten und Grundstücke zugeparkt. Manche haben dort sogar übernachtet. Unser Büro liegt direkt an der Wiesn und während der Mittagspause gehe ich gerne zum Essen rüber. Als Fußgänger ist es recht angenehm, wenn kein Verkehrschaos herrscht. Wer mit dem Auto zur Arbeit kommen will, kann sich eine Zufahrtsgenehmigung ausstellen lassen. Solange man einen Parkplatz vorweisen kann, ist das ja kein Problem.

Werner Liebich (57)

Auto bleibt zwei Wochen in der Seitenstraße

Ich habe mein Auto schon jetzt in eine der Seitenstraße umgeparkt. Dort bleibt es dann während der kompletten Wiesn-Zeit stehen. Ich weiche dann auf mein Motorrad aus. Leider habe ich keinen Anwohnerausweis für mein Motorrad bekommen. Nun muss ich bei den Kontrollen immer erklären, dass ich hier wohne und dafür einen Parkplatz am Haus habe. Ich finde das mit der Sperrzone nicht schlimm. Mittlerweile weiß man ja, dass man hier während des Oktoberfests nicht parken darf.

Armin Hirschstätter (42), Selbstständig

Sein Sohn ist ein echtes Wiesn-Kindl

Die Sperrzone bringt schon einige Probleme mit sich. Ich habe ein Kind, dass in den Kindergarten muss und Einkäufe müssen auch erledigt werden. Da werden wir während der Wiesn auf das Fahrrad ausweichen und auf gutes Wetter hoffen. Wir haben uns eine Zugangsgenehmigung besorgt, mit der wir zumindest vor das Haus fahren dürfen und kurz halten können. Unserem Sohn wird der Tumult um die Wiesn nur wenig ausmachen: Er ist letztes Jahr am Anstichstag zur Welt gekommen und somit ein waschechtes Wiesn-Kind.

Thomas Spindler (36), Architekt

Wir verbringen die Wiesn-Zeit im Urlaub

Für mich und meine Familie ist die Sperrzone überhaupt kein Problem. Wir können die Sperrung einfach über die Poccistraße umfahren und dort parken. Außerdem werden wir die gesamte Wiesn-Zeit im Urlaub verbringen. Wir haben zwei Babys zu Hause. Für die beiden wäre der ganze Lärm und Rummel rund um die Wiesn zu viel Zumutung. Ich finde es gut, dass hier am Bavariaring so viele Polizeikontrollen stattfinden.So fühlt man sich gleich sehr viel sicherer. Und während wir im Urlaub sind, wirft die Polizei ein Auge auf unser Haus.

Frank Melchior (37), Manager

von Andrea Guggeberger

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