Schärfere Regeln auf dem Oktoberfest

Oide Wiesn: Jetzt sind Kinderwagen an einem Tag verboten

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Über die traditionellen Tänze auf der Oidn Wiesn freuen sich vor allem auch immer die Kinder. Doch am 3. Oktober müssen sie zukünftig draußen bleiben.

München - Auf der Wiesn sollen strengere Regeln herrschen: Mit Kinderwagen etwa dürfen Besucher künftig an einem Tag nicht mehr rein.

Dort sollen beispielsweise Kinderwagen am Tag der Deutschen Einheit generell verboten sein. Zwar ist gerade dieser Teil des Oktoberfests als Familienveranstaltung beliebt – aber auch dort geht es laut Kreisverwaltungsreferat (KVR) längst nicht mehr so idyllisch zu wie noch vor ein paar Jahren. Die Behörde hat deswegen Vorschläge zusammengetragen, die am heutigen Dienstag im Kreisverwaltungsausschuss beschlossen werden sollen.

Manchmal scheinen die Ordner, die den Einlass in die Zelte regeln, nicht ganz so strenge Auflagen zu haben – so scheint es zumindest, wenn sie gegen Geld noch einmal ein Auge zudrücken. So eine Szene haben viele schon beobachtet: Die Zelte sind voll, eigentlich herrscht Einlassstopp, aber mit ein bisschen Überzeugungskunst und dem Griff in den Geldbeutel öffnet sich die Tür in der Ferne doch noch einmal. Künftig müssen die Sicherheitsleute ein Bußgeld zahlen, sollten sie sich beim Annehmen von Bakschisch erwischen lassen. Außerdem müssen sich die Bewachungsunternehmen verpflichten, ihre Mitarbeiter sowohl in fachlicher als auch in rechtlicher Sicht zu schulen. Von Mitarbeitern des KVR soll das anschließend beim Anmeldeverfahren kontrolliert werden. Jeder Ordner, der zugelassen wird, bekommt einen Ausweis ausgestellt. Der soll fälschungssicher sein – und gleichzeitig weiteren Problemen gegensteuern, die es in den vergangenen Jahren immer wieder gegeben hat.

Sicherheitskräfte ohne Zulassung und illegal auf der Wiesn

Beispielsweise haben Sicherheitskräfte ohne Zulassung illegal auf der Wiesn gearbeitet, teils sogar mit falscher Identität. Einer Bewachungsfirma war es so möglich, einen Mitarbeiter für zwei Zelte gleichzeitig anzumelden – und keine weitere ausgebildete Überwachungskraft einsetzen zu müssen, sondern stattdessen Schwarzarbeiter zu engagieren. Ohne Passfoto will das KVR deshalb keine Ausweise für die Sicherheitskräfte mehr ausstellen.

Und auch auf der Oiden Wiesn muss sich etwas ändern – so sieht das die Stadt. Der Besucherandrang ist mittlerweile enorm und an Wochenenden sogar mit dem auf der Wiesn vergleichbar. Auf dem Oktoberfest sind Kinderwägen bislang täglich nach 18 Uhr verboten sowie ganztags an allen Samstagen. Dieses Verbot will das KVR auf den Tag der Deutschen Einheit, den 3. Oktober, ausdehnen. „Das ist vergangenes Jahr der besucherstärkste Tag gewesen“, heißt es in der Erklärung. Außerdem soll das Verbot dann auch für die Oide Wiesn gelten.

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