Viele Besucher, weniger Patienten

Wiesn 2013: Die Blaulicht-Bilanz

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6,4 Millionen Besucher waren auf der Wiesn zu Gast. Patienten gab es in diesem Jahr aber weniger als zuvor

München - 6,4 Millionen Gäste aus der ganzen Welt haben das 180. Oktoberfest in den vergangenen zwei Wochen auf der Münchner Theresienwiese besucht. Hier lesen Sie die offizielle Wiesn-Bilanz.

Die Wiesn-Besucher hätten 6,7 Millionen Mass Bier getrunken, sagte Wiesn-Chef Dieter Reiter. Der Liter kostete dieses Jahr fast zehn Euro. Die Zahl der Alkoholvergiftungen ging nach Angaben des Roten Kreuzes zurück. Auch sonst hätten weniger Menschen Hilfe gebraucht als im Vergleichsjahr 2011. Das Rote Kreuz versorgte 7551 Menschen, berichtete dessen Sprecher Peter Behrbohm. Das seien rund 20 Prozent weniger als 2011. BRK und Veranstalter vergleichen mit dem Jahr 2011, weil im vergangenen Jahr während des Oktoberfestes eine Agrarmesse auf dem Gelände der „Oidn Wiesn“ stattfand, die deshalb ausfallen musste.

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Von den Patienten wurden 3600 ärztlich behandelt - viele wegen Schnittverletzungen, Schürf- oder Platzwunden. Vor allem Frauen mit leichtem Schuhwerk schnitten sich häufig die Füße an Scherben, hieß es. Wegen Alkoholvergiftungen wurden 638 Wiesnbesucher medizinisch überwacht (2011: 708). „Es war eine normale, man möchte fast sagen eine ruhige Wiesn“, bilanzierte Behrbohm

Die Polizei war 2031 Mal im Einsatz - exakt so häufig wie im vergangen Jahr. Unter den Delikten: 58 Maßkrugschlägereien, 16 Sexualdelikte, 449 Körperverletzungen - ähnlich viele wie 2012. Wolfgang Wenger, Sprecher der Münchner Polizei, sagte: „Viel Arbeit, aber eine normale Wiesn“. Besonders positiv steche die „Oide Wiesn“ hervor. Die Polizei zählte dort trotz Hunderttausender Besucher lediglich zwölf Delikte. Wenger bezeichnete diesen traditionellen Teil des Oktoberfestes als eine „friedliche Oase“.

114 Ochsen und 58 Kälber verspeisten die Gäste. Neben den Mägen waren auch die Maßkrüge ordentlich gefüllt. Fast jeder dritte kontrollierte Krug war randvoll, während es 2012 nur jeder fünfte war, sagte eine Behördensprecherin. Bis zu 15 Millimeter unter dem Eichstrich tolerierten die Prüfer, aber sechs Prozent der Krüge lagen noch darunter. 2012 waren es allerdings mehr als doppelt so viele: 16 Prozent der kontrollierten Krüge waren beanstandet worden.

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dpa

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