Barrierefreiheit ausgebaut

Wiesn für Rollis noch leichter zugänglich

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Eine Rampe erleichtert Rollstuhlfahrern den Einstieg am Riesenrad

München - Mit dem Münchner Behindertenbeirat wurde auf der diesjährigen Wiesn die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer weiter verbessert. Welche Neuerungen es gibt, erfahren Sie hier:

Behindertenparkplätze, ebenerdige Zugänge zu den Festzelten und Leih-Rollstühle sollten das größte Volksfest der Welt für Besucher mit Handicap besser zugänglich machen. Mehrere Hindernisse - architektonisch wie in den Köpfen - wurden in Zusammenarbeit mit dem Münchner Behindertenbeirat beseitigt, erläuterte die Festleitung. „Es hat eine gute Entwicklung genommen“, sagte Monika Burger vom Behindertenbeirat.

Erstmals in diesem Jahr hatte auch das große Riesenrad eine Rampe, auf der Rollstuhlfahrer aus eigener Kraft Zugang haben. Mitfahren können sie schon seit 1979, aber nun können sogar zwei Rollstühle im Gegenverkehr fahren. „Wir wollten mit dem Behindertenbeirat in München ein neuere Lösung finden“, sagte Inhaber Eckehard Vogel. „Wir sind mit der Zeit mitgegangen.“ Das Riesenrad ist das einzige Fahrgeschäft, bei dem man im Rollstuhl sitzen bleiben kann.

Wiesn-Führungen an Behinderung angepasst

Die Zugänge aller Bierzelte und Festbetriebe seien ebenerdig oder mit Rampen versehen worden, teilte die Festleitung weiter mit. Zudem mussten die Festwirte für Rollstuhlfahrer in den großen Zelten und in den Biergärten zwei Tische mit behindertengerechten Plätzen vorhalten. Rolli-Fahrer konnten das Gefährt für den Wiesnbesuch sogar ausleihen - das Bayerische Rote Kreuz stellte drei Rollstühle kostenlos zur Verfügung.

Wiesn-Führungen jeder Art, aber auch speziell für Behindertengruppen, bietet „Universum Oktoberfest“ an. Je nach Art der Behinderung suchten die Führer besondere Routen aus.

Luftaufnahmen von der Wiesn - Teil eins und zwei

So sieht die Wiesn von oben aus

Lesen Sie hier mehr zu dem Thema:

Oktoberfest mit Handicap

dpa

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