"O'zapft is!" in Blumenau

Bei diesem Oktoberfest sind Turnschuhe verboten

+
Ein Hinweisschild auf den "Oktoberfestpark" steht im brasilianischen Ort Blumenau im Bundesstaat Santa Catarina

Blumenau - Vom Oktoberfest in München gibt es weltweit zahlreiche Kopien - auch in Brasilien. Dort muss man sich als Besucher an bestimmte Kleidervorschriften halten, wird dafür aber auch belohnt.

Mit Fassbier, Blasmusik und Tanz hat in der brasilianischen Stadt Blumenau eines der weltweit größten Oktoberfeste begonnen. Die 30. Auflage des deutschen Volksfestes in der rund 320.000-Einwohner-Stadt dauert 18 Tage. Bis 20. Oktober werden mehr als eine halbe Million Menschen auf dem Gelände des „Parque Vila Germânica“ zu deutscher Volksmusik mit zünftigem Essen und viel Bier erwartet. Im vorigen Jahr flossen nach Angaben der Veranstalter 652.000 Liter Bier.

Schausteller der sogenannten "Urwald-Wiesn" präsentieren in Blumenau in Brasilien einen deutschen Volkstanz (undatiertes Archivfoto).

Wer in typisch bayerischer Tracht zum Fest kommt, hat freien oder ermäßigten Eintritt. Aber: „Turnschuhe, Schlappen, Sandalen und Fußball-Strümpfe werden nicht akzeptiert“, warnten die Organisatoren gleich vor und zeigten im Internet Bilder, wie zünftige Trachtenmode aussehen soll. Zur besseren Verständigung stehen auf der offiziellen Internetseite die wichtigsten Begriffe auf deutsch übersetzt und vertont, etwa: „Um, dois, beber“ - „Ein, Zwei, G'sufa“.

Der 1850 vom deutschen Einwanderer Hermann Otto Blumenau gegründete Ort Blumenau im Bundesstaat Santa Catarina gilt als eine der „deutschsten Städte“ Brasiliens, in dessen Süden viele deutsche Einwanderer beheimatet sind. Das erste Bierfass wurde am Donnerstag um 22.00 Uhr (Ortszeit) zur „Ader gelassen“. Das Bier schoss unter lauten „Prosit“-Rufen in einer Fontäne aus dem Fass. Auch Deutschlands Botschafter Wilfried Grolig war gekommen.

Zum Auftakt spielten die „Chiemsee Rebellen“, die „Garde Musikanten“ und die Band „Os Velhos Camaradas“ (Alte Kameraden) die Nationalhymnen von Deutschland und Brasilien. Die Maximalkapazität bei der größten deutschen „Wiesn“ in Brasilien ist dieses Jahr auch aus Sicherheitsgründen auf 37 700 Besucher begrenzt. Die Preise für Frischgezapftes (portug.: Chope, gesprochen: Schoppi) sind dieses Jahr gestiegen. Das 400-ml-„Chope“ kostet statt 5 (2012) in diesem Jahr 6 Reais (2 Euro).

dpa

Auch interessant:

Lesen Sie auch:

Die Lederhose - je dreckiger, desto schöner?

Die Lederhose - je dreckiger, desto schöner?

Oktoberfestplakat 2017: Fans durften erstmals mitbestimmen 

Oktoberfestplakat 2017: Fans durften erstmals mitbestimmen 

Oktoberfest-Preise 2017: So viel kostet das Essen in den Festzelten

Oktoberfest-Preise 2017: So viel kostet das Essen in den Festzelten

Abzocke! Hotels zum Oktoberfest bis zu 160 Prozent teurer

Abzocke! Hotels zum Oktoberfest bis zu 160 Prozent teurer

Kommentare