Test in den Bierzelten

So gut ist die Wiesn-Mass wirklich eingeschenkt

München - Knapp 100 Mass hat der Verein gegen betrügerisches Einschenken auf der Wiesn unter die Lupe genommen. Wo am besten und wo am schlechtesten eingeschenkt wird - hier das Testergebnis:

Wer hat sich auf dem Oktoberfest nicht schon mal über eine schlecht eingeschenkte Mass geärgert? Wo eigentlich ein Liter frisches Bier drin sein sollte, fehlt schon so manches Mal ein guter Schluck. Wie gut oder schlecht wirklich in den Festzelten eingeschenkt wird, hat nun der Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. (VGBE) zusammen mit seiner Facebook Gruppe getestet. 

Die Wiesn-Bierpreise seit 1810

Die Wiesn-Bierpreise seit 1810

Mit einem Maßband ausgestattet, nahmen die Kontrolleure insgesamt 96 Mass Bier in zwölf der 13 großen Wiesn-Zelte unter die Lupe. Kein repräsentativer Test, aber dennoch interessant. Das Weinzelt, in dem nur Weißbier ausgeschenkt wird, blieb von dem Test verschont. Das Ergebnis ist nach Ansicht des Vereins mehr als ernüchternd. Eine 1-Liter-Maß wurde den Kontrolleuren des Vereins demnach kein einziges Mal serviert.

Testergebnis: Käfer am schlechtesten

Jan-Ulrich Bittlinger, Präsident des Vereins, kritisiert allen voran das Käfer-Zelt. Dem Bericht zufolge fehlen hier im Schnitt 0,2 Liter pro Masskrug. Mit durchschnittlich 0,94 Liter schneidet das Löwenbräu Festzelt im VGBE-Test am besten ab.

Im Schnitt erhielten die Kontrolleure des Vereins folgende Mengen Bier:

Zelt Biermenge in der Mass
Löwenbräu 0,94 Liter
Hacker Festzelt 0,92 Liter
Hippodrom 0,90 Liter
Bräurosl 0,88 Liter
Ochsenbraterei 0,87 Liter
Armbrustschützen 0,87 Liter
Augustiner 0,86 Liter
Fischer Vroni 0,86 Liter
Winzerer Fähndl 0,84 Liter
Schützenzelt 0,84 Liter
Schottenhammel 0,81 Liter
Käfer 0,80 Liter
Quelle: Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V. (VGBE)

Die Strafe für "Betrügerisches Einschenken"

Der VGBE kritisiert nicht nur die Schank-Moral der Wirte, sondern erhebt auch Vorwürfe gegen die Kontrollen des Kreisverwaltungsreferats. Bei derartigen Testergebnissen müsste es nach Auffassung des Vereins in vielen Zelten Konsequenzen geben. 

Denn auch die Stadt München schaut den Schankkellnern auf die Finger: Acht Kontrolleure des Kreisverwaltungsreferats (KVR) sind auf der Wiesn unterwegs, um per Eichstab nachzumessen. Bislang gab’s offiziell neun mündliche Verwarnungen, weil der Toleranzbereich von 15 Milimetern unterschritten war.

vh

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