Für fast 70 Millionen Euro im Online-Shop

Der Oktoberfest-Bausatz zum Bestellen

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Mehr als 15 Millionen Teile: Daraus lässt sich ein echtes Oktoberfest im heimischen Garten aufbauen. Diesen Bausatz verkauft K&L Ruppert angeblich in seinem Online-Shop. Das Ganze ist aber nur eine Marketingmaßnahme.

München - Millionen Wiesn-Besucher sorgen jedes Jahr für ein dichtes Gedränge auf der Theresienwiese. Für jene, die deshalb lieber zu Hause bleiben, hat sich ein Textilunternehmen etwas Lustiges einfallen lassen.

Man wird angerempelt, muss um einen Sitzplatz kämpfen und lange auf seine Mass Bier warten. Das Gedränge beim größten Volksfest der Welt ist für viele Besucher mittlerweile unerträglich geworden und sie bleiben lieber zu Hause. Wen aber jetzt die Wehmut packt, weil er die Stimmung auf der Wiesn doch vermisst, für den hat das Textilunternehmen K&L Ruppert ein besonderes Angebot in seinem Online-Shop: den Oktoberfest Bausatz für den heimischen Garten!

Aus mehr als 15 Milliarden Teilen lassen sich 36 Festzelte aufbauen - das verspricht zumindest die Anzeige im Online-Shop. Dazu gibt's 6,5 Millionen Liter Bier, 500.000 Brathendl und 120 Ochsen inklusive Spießgrill. Was der Bausatz kosten soll? Läppische 69.999.999,99 Euro, dafür kann man aber auch zwischen den drei Farben Hellblau, Dunkelbau und Weiß auswählen.

Freunde und vor allem die Nachbarn werden begeistert sein. "Spätestens wenn Sie sie im Festzelt mit einer Gratis-Maß direkt vom Fass überraschen, sind auch die letzten Kritiker überzeugt", verspricht der Werbetext im Online-Shop.

Wer jetzt doch ob des hohen Preises ins Schwanken kommt, den könnte vielleicht noch das Sonderangebot überzeugen: Wer bis zum 15. September bestellt, bekommt zusätzlich 8000 Servicekräfte und zwölf original bayerische Blaskapellen geliefert. Wenn das mal kein Super-Schnäppchen-Angebot ist!

"Natürlich ist die Anzeige ein Spaß", erklärt Stefanie Buchacher, PR-Referentin bei K&L Ruppert. Wer den Bausatz in den Warenkorb einfügt bekommt auch eine Meldung, dass er bereits ausverkauft sei. Es handle sich bei der Anzeige um eine virale Maßnahme, so Buchacher. Das bedeutet, dass man mit einer ungewöhnlichen Nachricht in sozialen Netzwerken auf eine Marke oder ein Produkt aufmerksam macht. Das scheint mit der Aktion gelungen zu sein. Laut Stefanie Buchacher hat allein der Facebook-Eintrag zu dem Artikel über 1000 "Likes" gesammelt.

Auch die Kommentare unter dem Artikel im Online-Shop zeugen davon, dass der Humor des Textilunternehmens bei den Kunden ankommt. "Toller Bausatz - wir waren bereits nach 5 Jahren fertig mit Aufbau", lobt etwa Heike M. Und User Oto B. beschreibt die "Nebenwirkungen" dieses Produktes: "Kurz nachdem wir das Produkt aktiviert hatten, veränderte sich urplötzlich unser Straßenbild. Italienische Camper machten sich breit und besiedeln noch heute unseren Vorgarten. Angetrunkene Jugendliche stehen ab 6.00 Uhr Morgens vor unseren Türen und wollen rein;. Alles in allem ein Schnäppchen, aber die Folgen müssen bewusst sein."

PR-Referentin Stefanie Buchacher freut sich über den Erfolg der Aktion und darüber, dass es "überhaupt keine negativen Reaktionen" gegeben habe. Sie ist sich sicher: Auch in Zukunft wird das Textilunternehmen solche humorvollen Marketing-Aktionen starten.

lot

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