Bauerntag auf der Wiesn mit OB Ude

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Der Münchner OB, Christian Ude (SPD, l-r), die Bayerische Milchkönigin Julia Wegmann, die Münchner Tourismusdirektorin, Gabriele Weishäupl, und der bayerische Landwirtschaftsminister, Helmut Brunner (CSU) lassen sich bei der Eröffnung eines Milchstandes die Käsewürfel schmecken.

München - Gemeinsam mit Landwirtschaftminister Helmut Brunner (CSU) hat Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) am Montag rund 3000 Bauern aus ganz Deutschland auf dem Oktoberfest begrüßt.

“Ich fühle mich irgendwie als einer von Ihnen und heiße Sie herzlich willkommen“, rief Ude den Landwirten zu, die auf Einladung der Maschinenringe Deutschland GmbH zum 2. Bauertag bis aus Schleswig-Holstein angereist waren. Er habe vom Bauernverband erfahren, dass er der größte Biobauer Bayerns sei, erklärte Ude dazu. Denn München betreibt elf Stadtgüter in und um die Stadt, sieben davon sind Bio-Höfe.

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Die Landwirtschaft und die Wiesn gehörten zusammen, unterstrich der OB, der bei der Landtagswahl 2013 gegen Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) antreten will, und verwies auf die Ursprünge des Volksfestes. Schon beim zweiten Oktoberfest vor 200 Jahren habe es erstmals das Bayerische Zentral-Landwirtschaftsfest gegeben, das bis heute alle vier Jahre als große Schau landwirtschaftlicher Leistungen im Südteil des Festgeländes stattfindet. “Das Oktoberfest ist keine Vergnügungsstätte der Stadtbevölkerung allein, sondern schlägt eine Brücke zwischen Stadt und Land.“ Die Bauern müssten nun zahlreich zur Wiesn kommen, damit der Bauerntag ebenso berühmt werde wie einst der Maurermontag, bei dem sich früher Handwerker auf der Wiesn trafen.

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“Ich freue mich, wenn er sich mit der Landwirtschaft solidarisiert. Wir können jeden Mitstreiter brauchen“, kommentierte Landwirtschaftsminister Brunner Udes Aussagen. Die Bauern brauchten nicht nur Wertschätzung, sondern auch Wertschöpfung. Nur wenn faire Preise für die Produkte gezahlt würden, könnten sie die hohe Qualität halten. Um sich eine Maß Bier auf der Wiesn zu kaufen, müsse ein Bauer erst mal 50 Kilogramm Weizen und 25 Liter Milch verkaufen. Rund 118 000 landwirtschaftliche Betriebe gibt es im landwirtschaftlich geprägten Bayern.

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Der Präsident der Maschinenringe Deutschland GmbH, Leonhard Ost, hatte Ude zum 2. Bauerntag eingeladen, als dessen Ambitionen auf das Amt des Ministerpräsidenten noch kein Thema waren. “Letztes Jahr sind Sie ja auch noch spät dazugekommen, da habe ich Sie aufgeklärt, was die Maschinenringe sind“, sagte Ost. Die Maschinen- und Betriebshilferinge sind Zusammenschlüsse von Landwirten, die darüber Maschinen und Arbeitsleistungen austauschen.

dpa

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