Oktoberfest-Attentat: Keine neuen Ermittlungen

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Bei dem Anschlag vor 30 Jahren kamen 13 Wiesn-Besucher ums Leben

Karlsruhe - Rund 30 Jahre nach dem Anschlag auf das Oktoberfest mit 13 Toten und mehr als 200 Verletzten hat die Bundesanwaltschaft eine Wiederaufnahme der Ermittlungen abgelehnt. Die Begründung:

Der heutige Erkenntnisstand biete dazu “keinen Anlass“, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Karlsruhe auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd. Die bisherigen Ermittlungen waren zu dem Ergebnis gelangt, dass der rechtsextremistische Attentäter Gundolf Köhler ein Einzeltäter war. Köhler war bei dem Anschlag selbst ums Leben gekommen.

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Auch nach dem heutigen Erkenntnisstand lägen “keine tragfähigen Anhaltspunkte für eine Tatbeteiligung weiterer Personen vor“, sagte der Sprecher der Bundesanwaltschaft. Die Auswertung umfangreicher Stasi-Akten, die die Bundesanwaltschaft von Anfang Dezember 2009 bis Ende März 2010 gesichtet habe, habe “keine tragfähigen neuen Ermittlungsansätze“ erbracht. Der Sprecher der Bundesanwaltschaft bestätigte damit weitgehend einen Bericht der “Süddeutschen Zeitung“ (Mittwochausgabe).

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Bei der Gedenkveranstaltung zum 30. Jahrestag des Oktoberfest-Attentats waren Forderungen nach einer Wiederaufnahme der Ermittlungen laut geworden. Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) sagte am 26. September 2010, der Wunsch nach vollständiger Ermittlung müsse aufgegriffen werden. Das sei man den Opfern eines der schlimmsten Attentate in der Geschichte der Bundesrepublik schuldig. Nach den Ermittlungen hatte Köhler, ein 21-jähriger Student aus Donaueschingen, den Sprengsatz gebaut, transportiert und gezündet. Die Bombe explodierte in einem Papierkorb.

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