Umfrage zur Wiesn 2016

Kurios: So sehen Touristen das Oktoberfest

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Scott (l.) kommt aus Kalifornien (USA), Alexa (M.) kommt aus Philadelphia (USA) und Diego (r.) kommt aus Brasilien.

München - Das Bier zu teuer, die Stimmung nicht mehr so urig wie früher – die Einheimischen jammern gerne mal, wenn es um die Wiesn geht. Aber was denken Touristen?

Doch wie sehen unsere Gäste aus aller Welt das eigentlich? Wir haben drei Touristen aus Übersee befragt.

Frage

Scott

Alexa

Diego

Was waren Eure Erwartungen?

„Ich habe gehofft, viele nette Menschen zu treffen. Ich wollte unbedingt ins Hofbräu-Zelt. Hofbräu ist eine sehr bekannte Marke, bei uns in Amerika kennt das jeder.“

„Ich wollte sehr betrunken werden und Spaß haben mit meinen Freundinnen. Ein Besuch auf dem Oktoberfest stand schon immer auf der Liste mit Dingen, die ich machen wollte.“

„Ich wollte das größte Bierfest der Welt einmal sehen – das war ein großer Traum von mir und auch von meinen Freunden. Die vielen glücklichen Menschen sehen, einfach Spaß haben.“

Und wie ist es jetzt?

„Noch besser. Es ist wie im Film. Ich will seit zwei Jahren herkommen, nun habe ich es endlich geschafft. Man fühlt sich sehr willkommen. Und die Frauen sind noch viel hübscher, als ich es erwartet habe.“

„Es macht sehr viel Spaß! Aber ich wusste nicht, dass man so lange auf sein Bier warten muss. Die Bedienungen brauchen ganz schön lang. Ich dachte, das funktioniert wie in einer Bar: Man geht hin, gibt das Geld, und bekommt etwas zu trinken.“

„Wie ich es mir erträumt hatte, mit lauter ausgelassenen Menschen. Ich bin heute um 10 Uhr morgens ins Zelt gekommen, und die Stimmung war schon am Kochen. Außerdem fühle ich mich hier sehr sicher, das ist in Brasilien nicht immer so.“

Gibt es bei Euch ein ähnliches Fest?

„Bei uns in Kalifornien gibt es Bierfeste an manchen Wochenenden – dort tragen die Leute aber keine Kostüme. Du kannst in jeder Stadt Bier trinken, wenn du willst, aber am Ende wollen doch alle zum Münchner Oktoberfest.“

„Bei mir an der Uni in Philadelphia gibt es Motto-Partys, manchmal auch zum Thema Oktoberfest. Da ziehen die Leute dann auch Kostüme an wie hier. Nur trinken wir da mehr Wodka als Bier.“

„Ja, auch in Brasilien haben wir Bierfeste. In Rio de Janeiro gibt es das Bauernfest, und dann gibt es noch eins in der Stadt Blumenau. Aber ich war noch auf keinem, erst wollte ich einmal das Original sehen.“

Wo schlaft Ihr eigentlich?

„Ich habe über ,Airbnb’ gebucht und schlafe in einer Privatwohnung, zusammen mit acht anderen Leuten – und wir haben nur ein Badezimmer. Es ist nicht schön dort, aber erfüllt seinen Zweck. Pro Nacht zahle ich 75 Euro.“

„Wir schlafen in einem Hotel, kein besonders tolles, aber die Nacht kostet trotzdem 200 Euro. Das finde ich schon sehr teuer, aber das wusste ich vorher. Ich habe extra schon im April 2015 gebucht. Wir sind drei Tage in München.“

„In einem Jugendhotel irgendwo in der Nähe vom Hauptbahnhof, zehn Minuten zu Fuß vom Oktoberfest entfernt. Dort zahle ich 30 Euro pro Nacht, ich glaube, das ist ganz in Ordnung.“

Was denkt Ihr über Tracht?

„Ich liebe es. Ich respektiere Tradition. Auch wenn die Lederhose an mir etwas albern aussieht. Ich wollte sie aber tragen, weil das essenziell ist, um dazuzugehören. Wahrscheinlich werde ich sie nie wieder anziehen, aber die hundert Euro war es mir wert.“

„Die Kostüme gehören auf jeden Fall dazu. Ich habe mir im ersten Laden am Hauptbahnhof ein Dirndl gekauft. Meine Freundin wurde ausgelacht, weil ihr Kleid wohl mehr nach Karneval aussieht und nicht traditionell ist.“

„Die Kleidung macht die Seele des Festes aus. Ich habe mir eine Lederhose am Hauptbahnhof gekauft für 100 Euro. Aber ich hätte auch mehr dafür bezahlt. Vielleicht mache ich zuhause in Rio nochmal eine Party, wo ich sie anziehe.“

Was macht die Wiesn so besonders?

„Ich habe schon viel von der Welt gesehen, Amerika, Asien, Europa, aber so eine tolle Stimmung wie hier habe ich noch nirgendwo erlebt. Alle wollen Spaß haben, und so lange du deinen Krug halten und Prost sagen kannst, gehörst du dazu.“ Scott: „Ehrlich gesagt nur ein Croissant heute Morgen, dafür habe ich schon vier Mass getrunken. Aber eine Breze will ich noch essen.“

„Es ist magisch! Und wunderschön. Wie hübsch die Zelte dekoriert sind, mit den ganzen Blumen, ich glaube, das ist typisch deutsch. Und die Zelte sind so groß, das ist schon beeindruckend.“

„Verschiedenes: Die großen Krüge, das starke Bier, die vollen Zelte. Und natürlich die Karussells, ich werde nachher noch eines ausprobieren. Ich hoffe nur, dass das Bier dann nicht wieder rauskommt.“

Was habt ihr schon gegessen?

„Ehrlich gesagt nur ein Croissant heute Morgen, dafür habe ich schon vier Mass getrunken. Aber eine Breze will ich noch essen.“

„Ich habe eine Breze gegessen – die beste, die ich je probiert habe: außen knusprig, innen weich. Gestern habe ich Wiener Schnitzel gegessen – ich dachte immer, das wären Würstchen.“

„Ich habe noch gar nichts hier gegessen, weil ich heute den ersten Tag hier bin. Aber drei Mass Bier hatte ich schon. Ich freue mich schon sehr auf das deutsche Essen, auf Würstl.“

Wie schmeckt Euch das Bier?

„Das Bier ist sehr schmackhaft. Aber so stark finde ich es gar nicht. Was einen betrunken macht, ist eher die Menge, die man trinkt – bei so großen Gläsern. Was mich beeindruckt, sind die starken Frauen, die das Bier tragen.“

„Das Bier ist supergut! Ich trinke sonst eigentlich eher härtere Sachen: Tequila und Wodka. Aber das Bier hier ist stark, was gut ist, um betrunken zu werden. Und es ist relativ günstig. Bei uns kosten zwei kleine so viel wie hier ein ganzer Liter.“

„Das Bier ist fantastisch! Ein guter Geschmack. Ich mag ohnehin gerne Bier, aber das hier ist mit Abstand das beste, das ich je getrunken habe. Und es ist wirklich günstig. Ich war gerade erst in London, da ist es viel teurer.“

Mögt Ihr die Bierzelte?

„Die Musik macht gute Stimmung. Die deutschen Lieder – das war das, was ich hören wollte. Ein paar Lieder im Zelt kannte ich sogar: „Da da da da da da daaaa“ („Seven Nation Army“ von den White Stripes) und „Hey Jude“.

„Ich bin etwas enttäuscht, weil ich bisher noch keines der Lieder kannte. Außerdem dachte ich immer, dass hier auch DJs auflegen. Ein bisschen Partymusik oder elektronische Musik hätte ich besser gefunden.“

„Das ist regionale Musik, die sie hier spielen, oder? Ich lerne immer gerne die Kultur eines Landes kennen. Ich finde die Musik sehr authentisch, so etwas habe ich zuvor noch nie gehört.“

Was hat Euch auf dem Oktoberfest am meisten überrascht?

„Dass die Leute im Zelt so ausrasten, wenn sich einer auf die Bank stellt und sein Bier auf Ex trinkt. Die grölen und klatschen, feuern ihn an, machen Fotos – das fand ich schon verrückt.“

„Ich war erstaunt, dass am Eingang niemand unsere Personalausweise sehen wollte, die hatten wir extra eingesteckt. Ich dachte, da sind strenge Kontrollen, aber es war ganz einfach reinzukommen.“

„Dass es hier so viele schöne Frauen gibt, die schönsten auf der ganzen Welt! Egal, wo ich hinschaue, ich verliebe mich sofort. Und sehr nett sind die Leute hier auch, sehr offen. Ich komme sicher wieder.“

Oktoberfest 2016: Öffnungszeiten, Wiesn im TV und Übersichtsseite

Beim Oktoberfest 2016 gibt es erstmals Eingangskontrollen und ein Rucksackverbot. Was Sie mit aufs Festgelände nehmen dürfen, erfahren Sie hier. Was kostet heuer die Mass Bier und welche Öffnungszeiten hat die Wiesn? Hier beantworten wir Ihnen alles, was Sie zum Oktoberfest wissen müssen. Sie schaffen es selbst nicht aufs größte Volksfest der Welt? Kein Problem: Hier läuft die Wiesn im TV und im Stream. Natürlich gibt es auf der Theresienwiese einige Regeln - hier erklären wir Ihnen, was Sie niemals auf dem Oktoberfest tun sollten. Alle News zur Wiesn finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

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